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Latest revision as of 08:17, 16 August 2019

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Laufwerke


Lader

Information sign.png Anmerkung
Um die Benutzerfreundlichkeit und das Layout zu verbessern, wurde die SEP sesam GUI neu gestaltet, ohne die Schnittstellenlogik wesentlich zu verändern. Die Aktualisierung der SEP sesam Dokumentation erfolgt schrittweise, so dass die Screenshots möglicherweise noch die GUI aus früheren Versionen zeigen.

Lader sind Geräte, die aus Laufwerken, einem Magazin mit Steckplätzen für Medien und einem Robotermechanismus bestehen, der Medien zwischen den Steckplätzen und Laufwerken bewegt und so automatisierte Sicherungen ermöglicht. SEP sesam ist nicht abhängig von der Verwendung von Geräten bestimmter Hersteller oder Gerätetypen. Eine Liste der unterstützten Hardware finden Sie unter Unterstützte Speicherhardware.

Identifizieren von Speichergeräten und deren Konfiguration

SEP sesam kann Speicherhardware in Ihrer Umgebung erkennen und automatisch konfigurieren, wenn die Hardware vom Betriebssystem unterstützt und erkannt wird (sie muss im OS-Gerätetreiberverzeichnis aufgeführt sein), auf dem der SEP sesam Server oder Remote Device Server installiert ist.

Information sign.png Anmerkung
Vergewissern Sie sich, dass das Betriebssystem das Speichermedium ordnungsgemäß erkennt. Unter Windows muss die Hardware vor der Installation von SEP sesam vom Betriebssystem im Windows Device Manager korrekt erkannt werden (darf nicht als Unbekannter Medienwechsler angezeigt werden)! Weitere Informationen finden Sie unter Überprüfen der Hardwarekonfiguration unter Windows.

Während der Installation des SEP sesam Servers überprüft SEP sesam die SCSI API des Betriebssystems auf angeschlossene Speichergeräte und trägt die Dateien der Arbeitsgeräte (SCSI-Adresse) in die SEP sesam Datenbank ein. Diese automatische Erkennung funktioniert bei den meisten Geräten, aber bei bestimmten Ladertypen kann die Verbindung zwischen einem Lader und den Laufwerken nicht automatisch erkannt werden. Solche Geräte müssen manuell verifiziert und in die Konfiguration eingetragen werden.

Information sign.png Anmerkung
Wenn Sie später einen Lader hinzufügen, z.B. für Remote-Geräte, müssen Sie auch Ihre Speicherhardware manuell konfigurieren. Wie Sie einen Lader konfigurieren, hängt von seinem Typ ab. Details zur manuellen Konfiguration von Bandgeräten, zur Aktivierung der persistenten Benennung und zur Erkennung von Geräten mit dem SEP sesam SCSI Werkzeug slu topology finden Sie unter Manuelle Konfiguration von Ladegeräten und Laufwerken.

Der Menüpunkt Lader zeigt die konfigurierten Lader mit ihren Laufwerken an. Sie können einen neuen Lader hinzufügen, den Inhalt des Laders prüfen, den Archivabgleich durchführen und die Bandkassetten importieren/exportieren oder laden/entladen.

GUI loader de.png

Lader Eigenschaften

Die folgenden Einstellungen werden automatisch konfiguriert, wenn ein Speichergerät vom Betriebssystem erkannt wird.

Loader de.png

  • Gerätename: SCSI-Gerätedateiname des Laders; geben Sie die SCSI-Adresse des physischen Geräts auf Windows-Systemen ein, z.B. Changer0, oder einen Gerätedateinamen auf Linux-Systemen, z.B. /dev/sg2. Sie können überprüfen, ob die Geräte von SEP sesam korrekt verwendet werden und verfügbare SCSI-Adressen erkennen, indem Sie einen slu topology Befehl ausführen.
  • slu topology ist ein SEP sesam SCSI Lader Hilfsprogramm, das Informationen über die an das System angeschlossenen Lader und Bandlaufwerke und deren Beziehung liefert. Um die SEP sesam Befehle global ausführen zu können, müssen Sie zunächst ein Profil einrichten, wie in FAQ beschrieben: Was passiert, wenn ich ein Profil setze? Führen Sie dann den Befehl slu topology aus, um alle angeschlossenen SCSI-Geräte aufzulisten. Einzelheiten zur Ausgabe finden Sie unter Verwendung der slu topology zur Erkennung von Geräten.

    <SESAM_BIN>/sesam/slu topology
    

    Geben Sie den angezeigten Namen des Zielgeräts in das Feld Gerätename ein.

  • Device Server: Remote Device Server (RDS), an dem der Lader angeschlossen ist.
    Das Remote Device bzw. der Remote Device Server entspricht dem Rechner, an dem die Sicherungshardware angeschlossen ist. In kleineren Umgebungen wird meist das Bandlaufwerk oder der DISK Speicher direkt am SEP sesam Server betrieben. In umfangreicheren Umgebungen mit mehreren Sicherungsgeräten kommt RDS zum Einsatz. RDS empfängt Daten während der Sicherung und schreibt sie auf das angeschlossene Bandlaufwerk.
  • Typ: Der Gerätetyp.
  • Ctrl: Der Ladertyp - es stehen verschiedene Ladertypen zur Verfügung:
    • DIR_SLU: Alle Lader, die über SAS/iSCSI/FC mit dem SEP sesam Server oder RDS verbunden sind und eine robotergestützte Steuerung von Bandmedien ermöglichen.
    • DIR_VIRT: Ein virtueller Lader. In der gesamten SEP sesam Konfiguration kann nur ein virtueller Lader existieren. Dieser Ladertyp ist immer mit der Nummer 0 (Null) konfiguriert und bedient alle DISK_HARD-Laufwerke und DISK_CHNG-Laufwerke. Auch wenn die Medien nicht wirklich verschoben werden, gibt es Einträge in bestimmten Dateien, um die Datenströme zu kontrollieren.
    • DIR_DISK: Ermöglicht die Steuerung eines Pools von mehreren Festplatten. Die Festplatten müssen im Betriebssystem über eine einzige Geräte-ID adressierbar sein.
  • Fächer: Anzahl der Steckplätze im Loader.
  • Wenn Sie ein Reinigungsband einlegen, verwenden Sie den letzten Steckplatz im Lader und reduzieren Sie die Anzahl der Steckplätze im Lader um einen (oder um die Anzahl der eingelegten Reinigungsbänder). Konfigurieren Sie zusätzlich die Option Auto-Clean im Setup der Tape Library.

  • Ports: Anzahl der Mailslots im Lader.
  • Barcode: Je nachdem, ob der Lader über einen Barcodeleser verfügt oder nicht, wählen Sie ja oder nein.
  • Autom. Entladefunktion: Fast alle Autolader und Bandbibliotheken erlauben explizite Befehle zum Transport von Bändern zum und vom Lader-Mechanismus. Es wird dringend empfohlen, die Autom. Entladefunktion zu deaktivieren, indem Sie sie auf no setzen und die Laufwerkeinstellungen des Herstellers wie vorgesehen ausführen lassen.

Inhaltsverzeichnis

Die Inhaltsansicht zeigt eine symbolische Darstellung des Laders. Sie wird automatisch aktualisiert und zeigt immer den aktuellen Status an.

Der linke Teil stellt die Bänder in Steckplätzen (Slots) dar. In der rechten Ecke oben befinden sich ein oder mehrere Laufwerke (Drives), in der Mitte der Arm oder die Greifvorrichtung, darunter die Ein/Ausgabeschleuse (Port).

Häufig wird es auch andere Anwendungen geben, die Medien in einem Lader verwenden, insbesondere bei großen Bandbibliotheken. In diesem Fall müssen Sie wissen, welche Teilmenge von Medien für SEP sesam reserviert ist (Medien, die dem SEP sesam Medienpool hinzugefügt werden). Wenn Sie einen Archivabgleich durchführen (Scannen eines Laders, um die SEP sesam Informationen über die Bänder im Gerät zu aktualisieren), können Sie das Scannen auf bestimmte Bereiche des SEP sesam Laders beschränken. Wenn die Medien mit Barcode-Etiketten versehen sind, wird dies bei der Datensicherung berücksichtigt. Eine direkte Verifizierung des Medienetiketts ist möglich.

Der Archivabgleich kann auch nur zur Inventarisierung durchgeführt werden, wobei der Benutzer eine Übersicht über die im Lader vorhandenen Medien erhält, unabhängig welcher Pool zum Abgleich gewählt wurde.

  • Legende: In der folgenden Tabelle sind die Symbole aufgeführt, die für die Anzeige der verschiedenen Medien und des Ladestatus verwendet werden.
  • Loader legend de.png

  • Barcode als Label: Falls vorhanden, wird anstelle der Kassettenbeschriftung das Barcode-Label verwendet.

Archivabgleich

Ein Archivabgleich führt einen Abgleich zwischen Medien im Laderkarussell oder -magazin und der SEP sesam Medienarchivdatenbank durch. Sie ist obligatorisch, wenn der Inhalt eines Laderkarussells verändert wurde. Typischerweise muss ein Archivabgleich nach dem Einlegen neuer Medien oder gebrauchter Medien, die noch nicht von SEP sesam registriert (initialisiert) wurden, durchgeführt werden. Es muss nach erfolgreicher Installation eines Laders, wie im folgenden Abschnitt beschrieben Erster Archivabgleich nach einer neuen Laderinstallation, ausgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Archivabgleich einrichten.

Information sign.png Anmerkung
Wenn Sie die Option Archivabgleich auswählen, stellen Sie sicher, dass der Autolader, der neu abgeglichen werden soll, im GUI-Fenster ausgewählt ist, d.h. dass das Zielgerät am oberen Rand des Abgleichauftrags steht. Wenn Sie die Befehlszeile verwenden, muss der Auftrag den Namen des Ziel-Autoladers oder des Bandlaufwerks enthalten.

Loader archive adjustment de.jpg

  • Medienpool: Wählen Sie einen Medienpool aus, für den Sie den Archivabgleich durchführen möchten.
  • Storagepool: Wenn dem ausgewählten Medienpool Storagepools zugeordnet sind, können Sie ihn hier auswählen.
  • Laufwerksgruppe: Die Laufwerksgruppe wird automatisch durch den Medienpool definiert.
  • Laufwerk (opt.): Optionale Eingabe eines einzelnen Laufwerks.
  • Slotbereich: Bietet die Möglichkeit, die Synchronisation auf den ausgewählten Teilbereich des Autoladers zu beschränken.
  • Automatische Neuaufnahme: Wenn unbekannte bzw. neue Bänder ohne SEP sesam Label im Lader gefunden werden, werden sie dem angegebenen Medienpool hinzugefügt.
  • Bandtyp: Ausgewählter Medientyp für die automatische Erfassung neuer Medien.
  • Behandlung unbekannter SEP sesam Medien:
    • ohne Initialisierung übernehmen: Fremde SEP sesam Medien, z.B. von einem anderen SEP sesam Server, werden ohne Initialisierung in den gewählten Medienpool aufgenommen.
    • Überschreiben:
    • Information sign.png Anmerkung
      Alle Medien eines fremden Herstellers werden in den Zielmedienpool eingetragen und überschrieben! Mit anderen Worten, alle Medien, die vom SEP sesam Server nicht erkannt werden, werden überschrieben und ein neues Medienpool-Label wird auf das Band geschrieben.
  • Label auf dem Band überprüfen: Jedes Band-Label wird erneut gelesen und verifiziert. Barcode-Informationen werden ignoriert.
  • Abgleich nur über Barcode: SEP sesam entlädt die Bänder nicht von den Laufwerken und prüft nur die Barcodes der Bänder in den Slots.
Erster Archivabgleich nach einer neuen Laderinstallation (Neuaufnahme von Medien in einen Lader/Medienpool)

Nach der vollständigen Einrichtung eines Laders müssen für die Nutzung zuerst die Bänder in einen Medienpool aufgenommen werden. Dies wird über den Archivabgleich gemacht.

  1. Ein Medienpool muss angelegt werden, dem die Bänder zugeordnet werden können. Siehe auch Medienpools für Lader konfigurieren.
  2. Die neuen Bänder werden z.B. in die Schacht 3-6 des Laders eingelegt.
  3. Danach wird der Archivabgleich mit folgenden Einstellungen gestartet:
    • Der Medienpool in den die Bänder aufgenommen werden sollen muss ausgewählt werden.
    • Der Slotbereich (im Beispielfall 3-6) muss angegeben werden.
    • Der Haken bei automatische Neuaufnahme muss gesetzt werden.
    • Der Haken bei überschreiben muß nur dann gesetzt werden, wenn das jeweilige Band schon einmal im SEP sesam aufgenommen waren.
    • Nun wird der Archivabgleich mit Start ausgeführt, was die Aufnahme der Bänder zur Folge hat.

Danach können Sicherungen in den angelegten Medienpool durchgeführt werden.

Lader Aktion

Die Auswahl der Laderaktion ist der einfachste (eingeschränkte) Weg, um direkten Zugriff auf Platten- und Ladersteuerelemente zu erhalten. Der Import oder Export (Laden/Entladen) eines einzelnen Bandes kann in der SEP GUI initiiert werden, ebenso wie das Sortieren von Medien innerhalb der Bibliothek. Die Nutzung von sogenannten Port-Slots wird in Abhängigkeit der verwendeten Hardware unterstützt.

Loader action de.png

Aktionen

  • Import: Transport des Mediums durch die Ein-/Ausgabeschleuse (Port) in das Magazin.
  • Export: Transport des Mediums aus dem Magazin in die Ein-/Ausgabeschleuse (Port) des Laders.
  • Laden von Fach: Medium aus dem angegebenen Magazinfach in das angegebene Laufwerk laden.
  • Laden über Label: Medium mit einer bestimmten ID (z.B. S00001) in das angegebene Laufwerk laden.
  • Entladen: Medium aus dem angegebenen Laufwerk zurück in ein beliebiges Fach befördern.
  • Ladernummer: Auswahl eines konfigurierten Laders.
  • Laufwerksnummer: Auswahl eines konfigurierten Laufwerks (innerhalb des Laders).
  • Label: Bei Laden über Label anstelle der Slotnummer.
  • Starten: Starten Sie die entsprechende Aktion.
  • Abbrechen: Bricht den Dialog ab, ohne dass eine Aktion ausgeführt wird.

Laufwerksaktion

Selektion eines bestimmten Laufwerks und Auswahl der Laufwerksaktion im Inhaltsfenster Laufwerke, ermöglicht die Verwaltung des spezifischen Laufwerks und der Medien im Laufwerk.

Drives drive action de.png

  • Label bestimmen: Zeigt das Label des aktuell im Laufwerk befindlichen Mediums.
  • Medium mounten: Mount ist eine spezielle Reservierung der Bandmedien, um unnötiges Spulen zu vermeiden.
  • Medium dismounten: Hebt den Mount-Zustand auf.
  • Medium dismounten und entladen: Hebt den Mount-Zustand auf und entlädt das Band.
  • SEP Warning.png Achtung
    Wenn Sie das Band manuell aus dem Laufwerk entfernt oder in das Laufwerk eingelegt haben, muss das Laufwerk dismountet werden. Dismounten und Entladen von Medien ist nicht zu verwechseln mit dem Entladen aus einem Auto-Lader. Während der Lader das Band wieder aufnehmen und wieder einlegen kann (Option Entladen über Lader), bedeutet diese Option nur, dass das Band im Laufwerk freigegeben und ausgeworfen wird.
  • Laufwerk freimachen: Bricht alle laufenden Aktivitäten ab, die auf dem Laufwerk ausgeführt werden.
  • Laufwerksgruppe freimachen: Bricht sämtliche Aktivitäten auf den Laufwerken der jeweiligen Laufwerksgruppe ab.

Die Ausführung und der Fortschritt der Aktivität wird im unteren, zyklisch aktualisierten Informationsfenster angezeigt.

Siehe auch

Lader konfigurierenArchivabgleich einrichten


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