EOL-Verwaltung

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Docs latest icon.png Willkommen in der aktuellsten Version der SEP sesam Dokumentation 4.4.3 Tigon/4.4.3 Beefalo. Frühere Versionen der Dokumentation finden Sie hier: Dokumentationsarchiv.


Übersicht

Wenn Sie Ihre SEP sesam Umgebung konfigurieren, setzen Sie Medienpools auf und definieren die Aufbewahrungsfrist. Die Aufbewahrungsfrist eines Medienpools wird in Tagen angegeben und legt fest, wie lange die gesicherten Daten auf dem Medium geschützt bleiben, nachdem sie geschrieben wurden. Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Datum an dem der Sicherungssatz geschrieben wird und läuft so lange wie durch die EOL des Medienpools festgelegt. Ist die Aufbewahrungsfrist abgelaufen, kann SEP sesam das Medium wieder für Sicherungen verwenden. Dies ist das Basisprinzip und einfachste Szenario.

Um die Restaurierbarkeit der vollständigen Sicherungskette zu gewährleisten und zum Schutz vor Datenverlust, stellt SEP sesam eine abhängigkeitsbasierte automatische EOL-Anpassung zur Verfügung.

Was ist abhängigkeitsbasierte Aufbewahrungsfrist?

Beispielsweise benötigen INCR-Sicherungssätze alle vorherigen FDI-Sicherungssätze (FULL, DIFF und INCR) für eine erfolgreiche Rücksicherung. Wenn die Aufbewahrungsfrist nur aus der Perspektive einer einzelnen Sicherung betrachtet wird, kann sie nur für diese einzelne Sicherung die Restaurierbarkeit sicherstellen. Um aber die vollständige Rücksicherung aller Daten aus der Sicherungskette zu garantieren, müssen alle Sicherungssätze verfolgt werden und ihre Aufbewahrungsfrist nach ihren Abhängigkeiten verwaltet werden.

Ein weiteres Beispiel: Eine INCR-Sicherung wurde nach der dritten INCR Sicherung nach der Full-Sicherung gemacht. Diese letzte INCR-Sicherung erfordert die FULL und alle drei vorangegangenen INCR-Sicherungen, um die vollständige Rüksicherung zu gewährlisten. Wenn ein Sicherungssatz aus der Sicherungskette fehlt, können die Daten eines bestimmten Zeitpunkts nicht restauriert werden. Aus diesm Grund behält SEP sesam die Kontrolle über die Abhängigkeiten zwischen den Sicherungssätzen und stellt die abhängigkeitsbasierte automatische EOL-Anpassung zur Verfügung.

SEP sesam erlaubt Ihnen die manuelle Anpassung der EOL für individuelle Sicherungssätze (Sicherungssatz-EOL), die auf einem Datenspeicher abgelegt sind und für alle Sicherungssätze allgemein (Sicherungs-EOL). Für Band-Medien könnte eine Verlängerung der EOL zu einer Verlängerung der Medien-EOL für ein Band führen. So wie für die abhängigkeitsbasierte Aufbewahrungsfrist, wird SEP sesam die EOL der Sicherungssätze der Sicherungskette bei Bedarf automatisch anpassen. Siehe Manuelle EOL-Anpassung für weitere Details.

Aufbewahrungsverhalten und unterschiedliche EOL-Parameter

Typischerweise geben Sie beim Anlegen eines Medienpools eine Verweildauer des Medienpools an. Diese Verweildauer dient als Grundlage zur Ermittlung der EOL für gesicherte Daten. Die EOL-Eigenschaft kann für vier Objekttypen verwaltet werden:

Medienpool-EOL

Die Medienpool-EOL gibt die Verweildauer (in Tagen) für die in den jeweiligen Pool geschriebene Sicherungssätze an. Die Sicherungssatz-EOL wird berechnet, wenn die Daten auf das Medium geschrieben werden: sie beginnt mit dem Erstellungsdatum des Sicherungssatzes und endet nach dem durch die Verweildauer des Medienpools definierten Zeitraum. Ist die Aufbewahrungszeit eines Medienpools beispielsweise 30 Tage, und die Daten werden auf das Medium am 1. Januar gesichert, dann ist die Sicherungssatz-EOL der 31. Januar.

Sicherungssatz-EOL

Dies ist das Verfallsdatum für einen Sicherungssatz. Wenn ein Sicherungssatz Teil einer Sicherungskette ist, folgt seine EOL den Regeln der abhängigkeitsbasierten Aufbewahrungfrist. Die EOL eines früheren Sicherungssatzes in der Kette muss gleich oder länger sein, um die vollständige Wiederherstellung der Daten zu ermöglichen.

Wenn Sie zum Beispiel die Medienpool-EOL auf 30 Tage setzen und eine FULL Sicherung durchführen, wird diese Sicherung erstmal 30 Tage aufgehoben. Beispielsweise bis zum 31. Januar. Wenn irgendein nachfolgender INCR oder DIFF Sicherungssatz in der Kette eine längere EOL hat, z.B. 3. Februar, so wird die EOL der verherigen Sicherungssätze, einschließlich des Full-Sicherungssatzes, an die längere EOL angepaßt. Siehe automatische EOL-Anpassung und Manuelle EOL-Anpassung für weitere Details.

Sicherungs-EOL

Dies ist das Verfallsdatum für alle Daten, die zur gleichen Sicherung gehören. Die Sicherungs-EOL wird auf der Grundlage der längsten EOL aller Sicherungssätze ermittelt, die zu derselben Sicherung gehören, einschließlich der migrierten und replizierten Sicherungssätze. Wenn Sie die EOL eines Sicherungssatzes vom 3. Februar auf den 3. März verlängern, führt dies zu einer geänderten EOL aller zugehörigen Sicherungen, d.h. Originalsicherung, migrierte Sicherung, replizierte Sicherung, sowie für alle Sicherungen in einer Sicherungskette, wenn ein Sicherungssatz mit angepasster Sicherungs-EOL Teil davon ist. Siehe Automatische EOL-Anpassung und Manuelle EOL-Anpassung für weitere Details.

Information sign.png Anmerkung
Im Falle einer fehlgeschlagenen Sicherung löscht SEP sesam die Sicherung automatisch nach 3 Tagen. Wenn Sie eine fehlgeschlagene Sicherung für eine längere Zeit aufbewahren möchten, können Sie die Sicherungs-EOL eines bestimmten Sicherungssatzes manuell erweitern. Details finden Sie im Abschnitt Manuelle EOL-Anpassung.

Bandmedien-EOL

Wenn ein Sicherungssatz auf Band gespeichert wird, hat jeder gespeicherte Sicherungssatz seine eigene Sicherungssatz-EOL, aber dies stellt nicht das tatsächliche Verfallsdatum des Bandes dar. Sein Verfallsdatum entspricht der auf dem Band angegebenen maximalen Verweildauer, d.h. der längsten EOL. Nur wenn die Aufbewahrungsfrist aller Sicherungssätze auf dem Band abgelaufen ist und das Band nicht (schreibgeschützt) ist, ist das Band zur Wiederverwendung frei gegeben. Für Details zur manuellen Anpassung der EOL und den Auswirkungen auf Bandmedien, siehe Manuelle EOL-Anpassung.

Beachten Sie, dass sich EOL nur auf Sicherungen bezieht. SEP sesam Logdateien, Lesbarkeitsprüfprotokolle, Kalenderblatteinträge und Wiederherstellungsaufträge haben separate Aufbewahrungsparameter. Siehe Aufbewhrungsfristen für weitere Details.

Was passiert, wenn die EOL abläuft?

Sobald das Ende der Lebensdauer eines Sicherungssatzes erreicht ist, erlischt sein Schutz. Der Speicherplatz eines abgelaufenen Sicherungssatzes wird allerdings nicht sofort genutzt. SEP sesam verwendet das Prinzip GET_OLDEST, um die Daten auf den Medien möglichst lange zu erhalten. Der freigegeben Speicherplatz kann wiederverwendet werden, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Typischerweise dürfen keine Sicherungssätze existieren, die von dem abgelaufenen abhängen. Für Details siehe Wie SEP sesam mit EOL-bezogenen Sicherungskettenabhängigkeiten umgeht. Sie können diese Bedingung außer Kraft setzen, indem Sie explizit zulassen, dass die EOL für die gesamte Sicherungskette abläuft und somit die Sicherungsdaten aller zugehörigen Sicherungssätze gelöscht werden.
  • Wenn ein Sicherungssatz auf Band gespeichert ist, muss die EOL aller dort gespeicherten Sicherungssätze abgelaufen sein.
  • Der SEP sesam Server gibt das Medium mit der ältesten EOL automatisch zur Wiederverwendung frei. Das älteste Medium ist das Medium mit der ältesten Ablaufdatum im Medienpool (Sicherungstag plus EOL).
Information sign.png Anmerkung
Wenn sich der Sicherungssatz auf einem Band befindet, wird das Band nicht wiederverwendet bis alle Sicherungssätze darauf abgelaufen sind.

Die Bandmedien-EOL entspricht immer der auf dem Band festgelegten Verweildauer (der längsten EOL). Genauer gesagt, die Bandmedien-EOL ist die maximale EOL aller auf dem Band gespeicherten Sicherungssätze oder die maximale EOL der DIFF/INCR-Sicherungssätze, die sich auf FULL/DIFF/INCR Sicherungssätze beziehen, die auf anderen Medien oder sogar Datenspeichern abgelegt sind. Erst wenn die Aufbewahrungszeit aller Sicherungssätze auf dem Band abgelaufen ist und das Band nicht mehr gesperrt (schreibgeschützt) ist, wird das gesamte Band zur Wiederverwendung frei gegeben.

Automatische EOL-Anpassung

In einigen Fällen passt SEP sesam die EOL automatisch an, um die Konsistenz der gesicherten Daten zu erhalten und eine erfolgreiche Wiederherstellung zu gewährleisten. As of v. 4.4.3 Grolar, every time EOL is modified, corresponding information is shown in main log.

EOL-bezogene Sicherungskettenabhängigkeiten verwalten

Wenn eine neue INCR- oder DIFF-Sicherung durchgeführt oder eine INCR- oder DIFF-Sicherung migriert wird, passt SEP sesam automatisch die EOL aller zugehörigen Sicherungssätze an, um die Sicherungsdaten und die Sicherungskette für die Wiederherstellung verfügbar zu halten. In einigen Sonderfällen erhöht SEP sesam auch automatisch die EOL der gesamten Sicherungskette und verhindert so die Verwaisung der Sicherungsketten. Die untenstehenden Abschnitte enthalten weitere Details.

Verlängerung der EOL eines DIFF- oder INCR-Sicherungssatzes

Wenn die EOL eines DIFF- oder INCR-Sicherungssatz erhöht wird, erhöht SEP sesam die EOL aller abhängigen Sicherungen (FULL und andere DIFF und INCR). Auf diese Weise stellt SEP sesam sicher, dass die EOL für die FULL-Sicherung und weitere verkettete DIFF- und INCR-Sicherungen nicht kürzer ist als die EOL des potentiell modifizierten DIFF-oder INCR-Sicherungssatzes.

Verkürzung der EOL eines DIFF- oder INCR-Sicherungssatzes

Wenn Sie die EOL eines DIFF- oder INCR-Sicherungssatzes auf einen Zeitpunkt in der Vergangenheit setzen, gibt SEP sesam eine Warnmeldung aus, in der Sie aufgefordert werden, Ihre Entscheidung zu bestätigen, die gesamte Sicherungskette auf einen bereits vergangenen Zeitpunkt zu setzen. Das Setzen der abgelaufenen EOL für DIFF- oder INCR-Sicherungssätze führt zum Bereinigen und Überschreiben der gesamten Sicherungskette.

Information sign.png Anmerkung
Für die SEP sesam version 4.4.3.48 ist ein Patch verfügbar, um die Handhabung der manuell reduzierten EOL zu verbessern. (Siehe 4.4.3 Tigon v.2 known issues). Mit diesem Patch öffnet sich mit ein Pop-Up, wenn Sie mehrere Sicherungssätze in den Datenspeicher Eigenschaften im Reiter Sicherungssätze auswählen, und zeigt die Anzahl betroffener Sicherungssätze. Wenn Sie alle Sicherungssätze auswählen, wird die Meldung Alle Sicherungssätze ausgewählt! angezeigt. Sie sollten überprüfen, ob die angezeigte Zahl der Sicherungssätze Ihrer Auswahl entspricht. Falls nicht, verwerfen Sie die Auswahl mit dem Nein Knopf und wählen die Sicherungssätze erneut aus.

Zu kurze EOL von DIFF- und INCR-Sicherungssätzen

Wenn die DIFF- oder INCR-Sicherung feststellt, dass ein zu einer Sicherungskette gehörender Sicherungssatz eine zu kurze EOL hat oder im Ziel-Pool fehlt, dann erhöht jede nachfolgende DIFF- oder INCR-Sicherung, die auf einem Pool mit längerer EOL läuft, die EOL des Sicherungssatzes aus dem jeweiligen Pool.

Information sign.png Anmerkung
Wenn eine EOL bereits abgelaufen ist, kann sie nicht automatisch verlängert werden. In einem solchen Fall können Sie eine längere EOL manuell einstellen. Details sind im Abschnitt Manuelle EOL-Anpassung beschrieben.

Beispiel: Die Sicherungskette hat folgende Aufbewahrungsfristen: FULL auf Pool MONTH (EOL:32), DIFF auf Pool WEEK (EOL:15) und INCR auf Pool DAY (EOL:7). Die EOL einer solchen Sicherungskette ist ausreichend, daher wird EOL nicht verändert.

Verlängerung der Aufbewahrungsfrist eines anderen Medienpools für migrierte Sicherungssätze zulassen

In der Regel wird eine Kette von Sicherungssätzen in einen Zielmedienpool migriert. Möglicherweise möchten Sie Sicherungssätze einer Sicherungskette (FULL/DIFF/INCR) in verschiedene Medienpools migrieren. Bis zur Veröffentlichung von 4.4.3 Grolar war es bei der Migration nur möglich, die EOL der referenzierten Sicherungssätze auf dem Zielmedienpool zu erhöhen, nicht aber auf anderen Medienpools (im Gegensatz zu Sicherungen, bei denen die EOL auf jedem Medienpool erhöhen werden darf).

Mit Grolar können Sie eine verlängerte Aufbewahrungsfrist für die Migration durch Setzen folgender globalen Variabel per Kommandozeile ermöglichen:

'gv_adjust_eol_migration_increases_eol_on_other_pool'.

Ab SEP sesam Version 4.4.3 Beefalo können Sie bei der Migration aktivieren, dass die EOL der referenzierten Sicherungssätze auf anderen Medienpools (nicht nur auf dem Zielmedienpool) erhöht wird, indem Sie in den globalen Einstellungen in der GUI folgenden Schlüssel hinzufügen:

  1. Klicken Sie in der Menüleiste auf Konfiguration -> Vorbelegungen -> Einstellungen.
  2. Klicken Sie auf [+], um den folgenden Schlüssel zu den globalen Einstellungen hinzuzufügen: eol_adjust_migration_on_other_pool|1|sesam, wobei value=1 bedeutet, dass der Schlüssel aktiv ist und sesam der Benutzername ist.
  3. EOL adjust migration.jpg

Aufbewahrung der letzten erfolgreichen Sicherung oder Migration

SEP sesam kann automatisch die letzte erfolgreiche Sicherung/Migration beibehalten, wenn die folgende Sicherung/Migration fehlschlägt. Wenn dieses Verhalten aktiviert ist, verlängert SEP sesam die EOL der vorherigen erfolgreichen Sicherung/Migration und stellt so sicher, dass mindestens eine erfolgreiche Sicherung erhalten bleibt.

Information sign.png Anmerkung
Ob die letzte erfolgreiche Sicherung oder Migration erhalten bleibt, hängt von der SEP sesam Version ab:

Dieses Verhalten kann durch die Verwendung folgender Patameter geändert werden: eol_adjust_failed_backup und eol_adjust_failed_migration. Wird der Wert auf 1 gesetzt, wird der Sicherungssatz erhalten. Wird der Wert auf 0 gesetzt, wird der Sicherungssatz nicht erhalten. Beachten Sie die folgenden Kommandos.

Ab SEP sesam Tigon V2 können die folgenden Befehle verwendet werden, um das gewünschte Verhalten einzustellen:

  • Um die automatische Aufbewahrung der letzten erfolgreichen Sicherung oder Migration zu aktivieren (standardmäßig gesetzt in 4.4.3.47 Tigon V2)
    • Fügen Sie die folgenden Einträge ein, wenn sie noch nicht in der Tabelle defaults vorhanden sind:
    sql "INSERT INTO defaults (key,user_name,value) VALUES ('eol_adjust_failed_backup','sesam','1')"
    sql "INSERT INTO defaults (key,user_name,value) VALUES ('eol_adjust_failed_migration','sesam','1')"
    
    • oder aktualisieren:
    sql "UPDATE defaults SET value='1' WHERE key='eol_adjust_failed_backup' AND user_name='sesam'"
    sql "UPDATE defaults SET value='1' WHERE key='eol_adjust_failed_migration' AND user_name='sesam'"
    
  • Um die automatische Aufbewahrung der letzten erfolgreichen Sicherung oder Migration zu deaktivieren (standardmäßig gesetzt in 4.4.3.42 Tigon)
    • Fügen Sie die folgenden Einträge ein, wenn sie noch nicht in der Tabelle defaults vorhanden sind:
    sql "INSERT INTO defaults (key,user_name,value) VALUES ('eol_adjust_failed_backup','sesam','0')"
    sql "INSERT INTO defaults (key,user_name,value) VALUES ('eol_adjust_failed_migration','sesam','0')"
    
    • oder aktualisieren:
    sql "UPDATE defaults SET value='0' WHERE key='eol_adjust_failed_backup' AND user_name='sesam'"
    sql "UPDATE defaults SET value='0' WHERE key='eol_adjust_failed_migration' AND user_name='sesam'"
    

COPY-Sicherung schlägt fehl

Wenn eine COPY-Sicherung fehl schlägt, wird die EOL der letzten erfolgreichen COPY-Sicherung (successful oder with warnings) verlängert auf die EOL der gescheiterten COPY-Sicherung.

Beispiel
COPY-Sicherung im Pool YEAR (EOL: 375) schlägt fehl.

SEP sesam sucht die letzte erfolgreiche COPY-Sicherung im gleichen Pool JAHR und erhöht seine EOL. Beachten Sie, dass SEP sesam nicht nach COPY Sicherungen in anderen Pools sucht.

Full-Sicherung schlägt fehl

Wenn eine Full-Sicherung fehl schlägt, wird die EOL der letzten erfolgreichen FULL/DIFF/INCR-Sicherung (successful oder with warnings) verlängert auf die EOL der gescheiterten Full-Sicherung.

Beispiel 1
Full-Sicherung im Pool YEAR (EOL: 375) schlägt fehl.

SEP sesam sucht die letzte erfolgreiche FDI-Sicherungskette im gleichen Pool JAHR und erhöht die EOL des gesamten Kette (FDI-Sicherungssätze). Beachten Sie, dass SEP sesam nicht nach FDI-Sicherungssätzen in anderen Pools sucht.

Manuelle EOL-Anpassung

Wir empfehlen nicht, die EOL manuell einzustellen. Dies überschreibt die EOL, die durch die Verweildauer (in Tagen) in der Medienpool-Konfiguration definiert wurde und an dem Tag gestartet wurde, an dem ein Sicherungssatz auf das Medium geschrieben wurde. Die folgenden Optionen sollten für Sonderfälle und Ausnahmen verwendet werden, z.B. um ein vorzeitiges Löschen eines einzelnen Sicherungssatzes zu ermöglichen oder um die Aufbewahrungszeit einer bestimmten Sicherungskette zu verlängern, die länger als durch die aktuelle EOL festgelegt ist.

  • Sie können die Sicherungssatz-EOL für jeden einzelnen Sicherungssatz, der in einem Datenspeicher abgelegt ist, ändern. Der Parameter Saveset EOL ist unter verschiedenen Eigenschaftsansichten verfügbar, z.B. als Option Gesperrt bis in den Eigenschaften des Sicherungsauftrag oder als Saveset EOL (z.B. Components -> Data Store -> Properties -> Reiter Savesets -> Saveset EOL). Sie können die Aufbewahrungszeit des Sicherungssatzes verlängern oder verkürzen, indem Sie das genaue Ablaufdatum im Kalender einstellen. Wenn der geänderte Sicherungssatz Teil einer Sicherungskette ist, kann die gesamte Kette betroffen sein.
  • Zusätzlich gibt es noch den Parameter Sicherungs-EOL. Dies ist das Verfallsdatum für alle Daten, die zu derselben Sicherung gehören, einschließlich der migrierten und replizierten Sicherungssätze. Sie können den Sicherungs-EOL-Parameter überprüfen und zusätzlich ändern, indem Sie das genaue Ablaufdatum im Kalender in der Benutzeroberfläche festlegen. Dazu müssen die Eigenschaften Savesets verwenden. (z.B. Main Selection -> Components -> Data Store -> Properties -> Reiter Savesets -> Backup EOL). Wenn der geänderte Sicherungssatz Teil einer Sicherungskette ist, ist die gesamte Kette betroffen.

Für Details siehe Abschnitt Wie SEP sesam mit EOL-bezogenen Sicherungskettenabhängigkeiten umgeht.

Manuelle Verkürzung der EOL

Manuelle Verkürzung der EOL in Version 4.4.3 Beefalo:

  • Wenn Sie die Sicherungs-EOL reduzieren, wird sie nur für die Sicherungssätze angepasst, deren EOL länger ist als die neu gegebene EOL, während die Sicherungssätze mit der kürzerer EOL nicht betroffen sind - ihre EOL bleibt unverändert.

Manuelle Verkürzung der EOL in Version 4.4.3 Grolar:

  • Wenn Sie die Sicherungssatz-EOL (Ablaufdatum) auf einen Zeitpunkt in der Vergangenheit setzen, werden die Sicherunssätze mit abgelaufener EOL gelöscht. Falls einer der Sicherungssätze Teil einer FDI-Sicherungskette ist, kann es zu einem potentiellen Datenverlust kommen, weil die Sicherungen nicht wiederhergestellt werden können.
  • Wenn Sie die Sicherungs-EOL (Ablaufdatum) auf einen Zeitpunkt in der Vergangenheit setzen, wird die EOL für alle Sicherungssätze angepasst, die auf derselben Sicherung basieren, einschließlich der migrierten und replizierten Sicherungssätze. Sicherungen mit abgelaufener EOL werden gelöscht. Wenn eine der Sicherungen Teil einer FDI-Sicherungskette ist, kann dies zu einem potenziellen Datenverlust führen, da es nicht möglich ist, die Sicherungen wiederherzustellen.

Manuelle Verlängerung der EOL

Die Verlängerung der EOL kann für Sonderfälle genutzt werden, wie z.B. die Verlängerung der Aufbewahrungszeit eines bestimmten Sicherungssatzes, der ebenfalls migriert wurde und auf verschiedenen Medienpools gespeichert ist.

Manuelle Verlängerung der EOL in Version 4.4.3 Beefalo:

  • Wenn Sie die Sicherungs-EOL (Ablaufdatum) verlängern, wird die EOL nur für den Sicherungssatz angepasst, der bereits die längste EOL hat, während die EOL anderer Sicherungen nicht betroffen sind. Dieses Verhalten hat sich gegenüber den Vorgängerversionen geändert, bei denen die verlängerte Sicherungs-EOL zu einer verlängerten EOL für alle Sicherungssätze führte, die auf derselben Sicherung basieren, d.h. Originalsicherung, migrierte Sicherung, replizierte Sicherung, sowie für alle Sicherungen in einer Sicherungskette, wenn ein Sicherungssatz mit angepasster Sicherungs-EOL dabei war.

Manuelle Verlängerung der EOL in Version 4.4.3 Grolar:

  • Wenn Sie die Sicherungssatz-EOL (Ablaufdatum) verlängern und einer der Sicherungssätze Teil einer FDI-Sicherungskette ist, dann wird auch die EOL der vorherigen Sicherungssätze der Kette erhöht.
  • Wenn Sie die Sicherungs-EOL (Verfallsdatum) verlängern, wird die EOL für alle Sicherungssätze angepasst, die auf derselben Sicherung basieren, einschließlich der migrierten und replizierten Sicherungssätze. Dies kann zu einer unbeabsichtigten Erweiterung der EOL für Sicherungssätze führen, die auf einem Medienpool mit kurzer EOL gespeichert sind. Wenn eine der Sicherungen Teil einer FDI-Sicherungskette ist, wird auch die EOL der vorherigen Sicherungssätze in der Kette erhöht.
Information sign.png Anmerkung
  • Das Verlängern der Sicherungs-EOL von auf Bandmedien gespeicherten Sicherungssätzen kann die EOL der Bandmedien verlängern! Für Sicherungssätze, die auf Bandmedien gespeichert sind, kann keine bestimmte Aufbewahrungszeit eingestellt werden, die nur für eines der gespeicherten Sicherungssätze gelten würde. Jeder auf Band gespeicherte Sicherungssatz hat eine eigene EOL, die jedoch nicht das tatsächliche Ablaufdatum des Bandes darstellt. Die Bandmedien-EOL ist die maximale EOL aller auf dem Band gespeicherten Sicherungssätze oder die maximale EOL von DIFF/INCR Sicherungssätzen, die sich auf die FDI-Sicherungssätze beziehen, die auf anderen Medien oder sogar Datenspeichern gespeichert sind.
  • Um die EOL des Bandmediums zu reduzieren oder zu erhöhen (in den Bandeigenschaften als Gesperrt bis angezeigt), kann die EOL des Mediums (gekennzeichnet durch das Bandetikett) angepasst werden. Die manuell eingestellte EOL gilt für alle Sicherungssätze auf Band.
  • Wenn die EOL des Bandmediums erreicht ist, das Band aber nicht wiederverwendet werden soll, können Sie das Band auch sperren (mit Schreibschutz). Diese Option hat Vorrang vor der Medien-EOL.

Überprüfung von Sicherungskettenabhängigkeiten

Sie können die save set tree view in der GUI verwenden, um Abhängigkeiten und EOL einer FDI-Sicherungskette zu ermitteln. Verwenden Sie diese Übersicht vor der manuellen Änderung von EOL-Parametern, um eine Unterbrechung der Sicherungskette zu vermeiden.

SEP Tip.png Hinweis
Wenn Sie die Zusammenfassung des Sicherungssatzbaums überprüfen, erhalten Sie sofort Informationen über den Speicherort und den Status der verfügbaren Sicherungssätze für die Wiederherstellung. Durch Überprüfen der Zusammenfassung, z.B. Verfügbarkeit 5, können Sie nach nicht sofort verfügbaren Sicherungssätzen suchen und diese dann migrieren, um Mount und selektive Rücksicherung zu ermöglichen.

Der Sicherungssatzbaum zeigt die Details zu einem Sicherungssatz zusammen mit den potenziell abhängigen Sicherungssätzen, die zur gleichen Sicherungskette gehören. Die Details des Sicherungssatzes sind schreibgeschützt. Der Überblick über die Sicherungskette ermöglicht Ihnen einen Einblick in die Wiederherstellbarkeit von Sicherungen.

Sie können die Sicherungssatzbaumansicht öffnen indem Sie eine ausgewählte Sicherung doppelt klicken anklicken:

  1. Unter Job Status -> Sicherungen oder unter Monitoring -> letzter Backup Status, durch Doppelklick auf die ausgewählte Sicherung.
  2. Im Fenster mit den Eigenschaften der Sicherung Sicherung, klicken Sie auf den Reiter Savesets.

Save set tree de.jpg

Der Sicherungssatzbaum (savesettree) zeigt alle Sicherungssätze der gleichen Sicherungskette mit den folgenden Details an:

saveset
SEP sesam eindeutige Identifikation, die einem Sicherungssatz zugeordnet ist.
starttime
Die Startzeit der Sicherung.
level
Die Sicherungsmethode des Sicherungssatzes: F (FULL), D (DIFF), I (INCR) oder C (COPY).

Weitere Detailinformationen, die für jeden Sicherungssatz angezeigt werden:

pool
Medienpool, zu dem der Sicherungssatz gehört.
EOL
Die Zeit, zu der der Schutz des Sicherungssatzes abläuft. Weitere Details im Abschnitt EOL-bezogene Sicherungskettenabhängigkeiten.
avail
Der Prioritätswert, abhängig vom Speicherort der Sicherungsssätze. Es ist nützlich, um Sicherungssätze zu identifizieren, die für die Wiederherstellung zur Verfügung stehen. Beispielsweise wird ein Sicherungsatz im Medienpool DAY (Datenablage) auf einen anderen Pool DeDup migriert und anschließend auf Band geschrieben. Das Band hat die niedrigste Verfügbarkeit/Priorität, da es nicht ohne weiteres wiederhergestellt werden kann. Überprüfen Sie auch die Verfügbarkeit (availability) im Status (status) am Ende der Baumansicht, die sich aus der Verfügbarkeit aller angezeigten Speichersets errechnet. Siehe unten Verfügbarkeit für Details.
reason
Erklärt die Eigenschaft avail darüber – die Verfügbarkeit einzelner Sicherungssätze zur Wiederherstellung. Die nachfolgende Information zeigt den Zusammenhang zwischen Speicherort und avail. Der Prioritätswert ist eine Zahl mit 1 als niedrigste Priorität und and 6 (oder 7 wenn mit einem festgelegten Pool aufgerufen) als höchste.
TAPE_SINGLE = 0
TAPE_NOT_IN_LOADER = 1
DISK_OFFLINE = 2
TAPE_ONLINE = 3
DISK_HARD = 4
DISK_STORE_CLONE = 5 
DISK_STORE = 6 
REQUESTED_POOL = 7 (angezeigt wenn mit einem festgelegten Pool aufgerufen, z.B. alle Sicherungssätze auf dem Pool DAY und der Sicherungssatzbaum wurde mit dem Zielpool DAY aufgerufen)
drivegroup
Zeigt den Namen der Laufwerksgruppe an, die mit dem Medienpool des Sicherungssatzes verbunden ist.
drives
Die Nummern der für diese Sicherung verwendeten Laufwerke.
labels
Zeigt die interne Identifikation des Sicherungssatzes (ein Medienpoolname eine 5-stellige Zahl), ein eventueller Barcode, Priorität (prio) und Kommentar.
status
Zeigt die Zusammenfassung der Verfügbarkeit von Speichersätzen an - Status, Meldung über die Verfügbarkeit und eine numerische Darstellung. Sobald z.B. ein Sicherungssatz in einen anderen Pool migriert und aus dem ursprünglichen Pool gelöscht wird, wird die Verfügbarkeit verringert.

Save set tree status.jpg