4 4 3 Beefalo:EOL-Verwaltung

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Docs latest icon.png Willkommen in der aktuellsten Version der SEP sesam Dokumentation 4.4.3 Beefalo/4.4.3 Beefalo V2. Frühere Versionen der Dokumentation finden Sie hier: Dokumentationsarchiv.


Übersicht

Bei der Konfiguration der SEP-Sesam-Umgebung richten Sie Medienpools ein und definieren die Aufbewahrungszeit. Die Aufbewahrungszeit eines Medienpools wird in Tagen angegeben. Sie definiert, wie lange die gesicherten Daten auf den Medien geschützt bleiben, nachdem die Daten auf das Medium geschrieben wurden. Die Aufbewahrungszeit beginnt mit dem Datum, an dem ein Sicherungssatz auf das Medium geschrieben wird und definiert dadurch das Ablaufdatum des Sicherungssatzes (Sicherungssatz-EOL). Wenn der Schutz abläuft, kann der SEP sesam das Medium wieder für Sicherungen verwenden.

Um die Restaurierbarkeit der vollständigen Sicherungskette zu gewährleisten und zum Schutz vor Datenverlust, stellt SEP sesam eine abhängigkeitsbasierte automatische EOL-Anpassung zur Verfügung.

Was ist abhängigkeitsbasierte Aufbewahrung?

Beispielsweise benötigen INCR-Sicherungssätze alle vorherigen FDI-Sicherungssätze (FULL, DIFF und INCR) für eine erfolgreiche Rücksicherung. Wenn die Aufbewahrungszeit nur aus der Perspektive einer einzelnen Sicherung betrachtet wird, kann sie nur für diese einzelne Sicherung die Restaurierbarkeit sicherstellen. Um aber die vollständige Rücksicherung aller Daten aus der Sicherungskette zu garantieren, müssen alle Sicherungssätze berücksichtigt werden und ihre Aufbewahrungszeit nach ihren Abhängigkeiten verwaltet werden.

Ein weiteres Beispiel: Eine INCR-Sicherung wurde als dritte INCR-Sicherung nach der Full-Sicherung gemacht. Für diese letzte INCR-Sicherung wird eine FULL und alle drei vorangegangenen INCR-Sicherungen benötigt, um die vollständige Rücksicherung zu gewährleisten. Wenn ein Sicherungssatz aus der Sicherungskette fehlt, können die Daten eines bestimmten Zeitpunkts nicht rückgesichert werden. Aus diesem Grund behält SEP sesam die Kontrolle über die Abhängigkeiten zwischen den Sicherungssätzen und stellt die abhängigkeitsbasierte automatische Aufbewahrung zur Verfügung.

SEP sesam erlaubt Ihnen eine manuelle Anpassung der EOL. Folgende Werte können Sie anpassen:

Sicherungssatz-EOL
Sie können das Ablaufdatum jedes einzelnen Sicherungssatzes ändern, der auf einem Datenspeicher abgelegt ist, siehe auch Sicherungssatz-EOL.
Sicherungs-EOL
Sie können das Ablaufdatum für alle sich auf die Sicherung beziehenden Sicherungssätzen ändern. Im Gegensatz zur Sicherungssatz-EOL, welche individuell auf jeden ausgewählten Sicherungssatz angewendet wird, wirkt sich das Ändern der Sicherungs-EOL immer auf alle abhängigen Sicherungsversionen aus, die Teil derselben Sicherung sind, siehe auch Sicherungs-EOL.
Bandmedien-EOL
Für Bandmedien gelten einige Sonderregeln, da das Ablaufdatum des Bandes des maximalen Ablaufdatums (der längsten EOL) auf dem Band entspricht, siehe Bandmedien-EOL.

Aufbewahrungsverhalten und unterschiedliche EOL-Parameter

Typischerweise geben Sie beim Anlegen eines Medienpools eine Aufbewahrungszeit (in Tagen) an. Diese Aufbewahrungszeit dient als Grundlage zur Ermittlung der EOL für gesicherte Daten. D.h. sie beginnt mit dem Erstellungsdatum, an dem ein Sicherungssatz auf ein Medium dieses Medienpools geschrieben wird und definiert das Ablaufdatum (EOL), ab dem der Sicherungssatz gelöscht werden darf. Ist die Aufbewahrungszeit eines Medienpools beispielsweise 30 Tage, und die Daten werden auf das Medium am 1. Januar gesichert, dann ist die Sicherungssatz-EOL der 31. Januar. Beachten Sie, dass in (V. ≤ Beefalo) diese Aufbewahrungszeit auch Medienpool EOL genannt. Da die Bezeichnung irreführend war, wurde sie entfernt.

Information sign.png Anmerkung
Beachten Sie, dass sich die EOL nur auf Sicherungen und zugehörige migrierte und replizierte Sicherungssätze bezieht. SEP sesam Logdateien, Lesbarkeitsprüfprotokolle, Kalenderblatteinträge und Rücksicherungsaufträge haben separate Aufbewahrungsparameter. Siehe Aufbewahrungsfristen für weitere Details.

Die EOL-Eigenschaft kann für drei Objekttypen verwaltet werden:

Sicherungssatz-EOL

Dies ist das Ablaufdatum für einen Sicherungssatz. Wenn ein Sicherungssatz Teil einer Sicherungskette ist, folgt seine EOL den Regeln der abhängigkeitsbasierten Aufbewahrung. Die EOL eines früheren Sicherungssatzes in der Kette muss gleich oder länger sein, um die vollständige Rücksicherung der Daten zu ermöglichen.

Wenn Sie zum Beispiel die Aufbewahrungszeit des Medienpools auf 30 Tage setzen und eine FULL Sicherung durchführen, wird diese Sicherung erstmal 30 Tage aufgehoben. Beispielsweise bis zum 31. Januar. Wenn irgendein nachfolgender INCR oder DIFF Sicherungssatz in der Kette eine längere EOL hat, z.B. 3. Februar, so wird die EOL der vorherigen Sicherungssätze, einschließlich des FULL-Sicherungssatzes, an die längere EOL angepasst. Siehe automatische EOL-Anpassung und Manuelle EOL-Anpassung für weitere Details.

Sicherungs-EOL

Dies ist das Ablaufdatum für alle Daten, die zur gleichen Sicherung gehören. Die Sicherungs-EOL wird auf der Grundlage der längsten EOL aller Sicherungssätze ermittelt, die zu derselben Sicherung gehören, einschließlich der migrierten und replizierten Sicherungssätze. Wenn Sie die EOL eines Sicherungssatzes vom 3. Februar auf den 3. März verlängern, führt dies zu einer geänderten EOL aller zugehörigen Sicherungen, d.h. Originalsicherung, migrierte Sicherung, replizierte Sicherung, sowie für alle Sicherungen in einer Sicherungskette, wenn ein Sicherungssatz mit angepasster Sicherungs-EOL Teil davon ist. Siehe Automatische EOL-Anpassung und Manuelle EOL-Anpassung für weitere Details.

Information sign.png Anmerkung
Wie SEP sesam fehlerhafte Sicherungen verwaltet, hängt von der jeweiligen Version ab. Ab V. ≥ 4.4.3 Beefalo V2 behält SEP sesam die fehlerhaften Sicherung gemäß der Aufbewahrungzeit des Medienpools zusammen mit dem letzten erfolgreichen Sicherungs- oder Migrationssicherungssatz. Dies ist das standardmäßige Verhalten bei der Aufbewahrung von Sicherungen und kann durch Setzen der EOL- bezogenen Parametern in den Vorbelegungen geändert werden, wie in Benutzerdefinierte Regeln für die Aufbewahrung beschrieben. Diese Vorbelegungen werden möglicherweise in früheren Versionen nicht unterstützt, wo fehlgeschlagene Sicherungen nach 3 Tagen automatisch gelöscht wurden.

Bandmedien-EOL

Wenn ein Sicherungssatz auf Band gespeichert wird, hat jeder gespeicherte Sicherungssatz seine eigene Sicherungssatz-EOL. Das Ablaufdatum des Bandes entspricht dem auf dem Band angegebenen maximalem Ablaufdatum, d.h. der längsten EOL. Nur wenn die Ablaufdaten aller Sicherungssätze auf dem Band erreicht wurden und das Band nicht (schreibgeschützt) ist, ist das Band zur Wiederverwendung frei gegeben. Für Details zur manuellen Anpassung der EOL und den Auswirkungen auf Bandmedien, siehe Manuelle EOL-Anpassung.

Was passiert, wenn die EOL abläuft?

Sobald die EOL (End of Lifetime = Ende der Lebensdauer) eines Sicherungssatzes erreicht ist, erlischt sein Schutz. Der Speicherplatz eines abgelaufenen Sicherungssatzes wird allerdings nicht sofort genutzt. SEP sesam verwendet das Prinzip GET_OLDEST, um die Daten auf den Medien möglichst lange zu erhalten. Der freigegeben Speicherplatz kann wiederverwendet werden, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Typischerweise dürfen keine Sicherungssätze existieren, die von dem abgelaufenen abhängen. Für Details siehe Wie SEP sesam mit EOL-bezogenen Sicherungskettenabhängigkeiten umgeht. Sie können diese Bedingung außer Kraft setzen, indem Sie explizit zulassen, dass die EOL für die gesamte Sicherungskette abläuft und somit die Sicherungsdaten aller zugehörigen Sicherungssätze gelöscht werden.
  • Wenn ein Sicherungssatz auf Band gespeichert ist, muss die EOL aller dort gespeicherten Sicherungssätze abgelaufen sein.
  • Der SEP sesam Server gibt das Medium mit der ältesten EOL automatisch zur Wiederverwendung frei. Das älteste Medium ist das Medium mit dem ältesten Gesperrt bis-Parameter im Medienpool (Sicherungstag plus Aufbewahrungszeit).
Information sign.png Anmerkung
Wenn sich der Sicherungssatz auf einem Band befindet, wird das Band nicht wiederverwendet bis alle Sicherungssätze darauf abgelaufen sind.

Die Bandmedien-EOL entspricht immer dem auf dem Band festgelegtem Ablaufdatum (der längsten EOL). Genauer gesagt, die Bandmedien-EOL ist die maximale EOL aller auf dem Band gespeicherten Sicherungssätze. Erst wenn die Aufbewahrungszeit aller Sicherungssätze auf dem Band abgelaufen ist und das Band nicht mehr gesperrt (schreibgeschützt) ist, wird das gesamte Band zur Wiederverwendung frei gegeben. Beachten Sie, dass die Bandmedien-EOL auch abhängig sein kann von Sicherungssätzen, die nicht auf diesem Band gespeichert sind. Nämlich dann, wenn das Band Sicherungssätze enthält, die sich auf FULL/DIFF/INCR Sicherungssätze beziehen, die auf anderen Medien oder sogar Datenspeichern abgelegt sind.

Automatische EOL-Anpassung

In einigen Fällen passt SEP sesam die EOL automatisch an, um die Konsistenz der gesicherten Daten zu erhalten und eine erfolgreiche Wiederherstellung zu gewährleisten. Bei jeder Änderung der EOL werden die entsprechenden Informationen im Hauptprotokoll angezeigt.

EOL-bezogene Sicherungskettenabhängigkeiten verwalten

Wenn eine neue INCR- oder DIFF-Sicherung durchgeführt oder eine INCR- oder DIFF-Sicherung migriert wird, passt SEP sesam automatisch die EOL aller zugehörigen Sicherungssätze an, um die Sicherungsdaten und die Sicherungskette für die Rücksicherung verfügbar zu halten. In einigen Sonderfällen erhöht SEP sesam auch automatisch die EOL der gesamten Sicherungskette und verhindert so die Verwaisung der Sicherungsketten. Die untenstehenden Abschnitte enthalten weitere Details.

Verlängerung der EOL eines DIFF- oder INCR-Sicherungssatzes

Wenn die EOL eines DIFF- oder INCR-Sicherungssatz erhöht wird, erhöht SEP sesam die EOL aller abhängigen Sicherungen (FULL und andere DIFF und INCR). Auf diese Weise stellt SEP sesam sicher, dass die EOL für die FULL-Sicherung und weitere verkettete DIFF- und INCR-Sicherungen nicht kürzer ist als die EOL des potentiell modifizierten DIFF-oder INCR-Sicherungssatzes.

Verkürzung der EOL eines DIFF- oder INCR-Sicherungssatzes

Wenn die EOL eines DIFF- oder INCR-Sicherungssatz verringert wird, verringert SEP sesam die EOL aller abhängigen Sicherungen (FULL und andere DIFF- und INCR-Sicherungen). Wenn Sie die Funktion Ablaufen lassen verwenden, um die nicht benötigten Sicherungssätze oder Sicherungen (inkl. aller Sicherungssätze) löschen zu lassen, gibt SEP sesam eine Warnmeldung aus, in der Sie aufgefordert werden, Ihre Entscheidung zu bestätigen, die gesamte Sicherungskette ablaufen zu lassen.

SEP Warning.png Achtung
Das Setzen der abgelaufenen EOL für DIFF- oder INCR-Sicherungssätze führt zum Bereinigen und Überschreiben der gesamten Sicherungskette.

Zu kurze EOL von DIFF- und INCR-Sicherungssätzen

Wenn bei einer DIFF/INCR-Sicherung feststellt wird, dass ein zu einer FDI-Kette gehörender Sicherungssatz eine zu kurze EOL aufweist, erhöht jede nachfolgende DIFF/INCR-Sicherung, die auf einem Pool mit längerer Aufbewahrungszeit läuft, die EOL des Sicherungssatzes aus dem jeweiligen Pool.

Information sign.png Anmerkung
Wenn eine EOL bereits abgelaufen ist, kann sie nicht automatisch verlängert werden. In einem solchen Fall können Sie eine längere EOL manuell einstellen. Details sind im Abschnitt Manuelle EOL-Anpassung beschrieben.
Beispiel
Die Sicherungskette hat folgende Aufbewahrungsfristen: FULL auf Pool MONTH (Aufbewahrungszeit = 32), DIFF auf Pool WEEK (Aufbewahrungszeit = 15) und INCR auf Pool DAY (Aufbewahrungszeit = 7). Die EOL einer solchen Sicherungskette ist ausreichend, daher wird EOL nicht verändert.

Verlängerung der Aufbewahrungszeit eines anderen Medienpools für migrierte Sicherungssätze zulassen

In der Regel wird eine Kette von Sicherungssätzen in einen Zielmedienpool migriert. Möglicherweise möchten Sie Sicherungssätze einer Sicherungskette (FULL/DIFF/INCR) in verschiedene Medienpools migrieren. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Aufbewahrungszeit von Migrationssicherungssätzen zu ändern.

  • Sie können eine verlängerte Aufbewahrungszeit für die Migration durch Setzen folgender globalen Variabel (GLBV) per Kommandozeile ermöglichen: 'gv_adjust_eol_migration_increases_eol_on_other_pool'.
  • Sie können bei der Migration aktivieren, dass die EOL der referenzierten Sicherungssätze auf anderen Medienpools (nicht nur auf dem Zielmedienpool) erhöht wird, indem Sie in den globalen Einstellungen in der GUI folgenden Schlüssel hinzufügen:
    1. Klicken Sie in der Menüleiste auf Konfiguration -> Vorbelegungen -> Einstellungen.
    2. Klicken Sie auf [+], um den folgenden Schlüssel zu den globalen Einstellungen hinzuzufügen: eol_adjust_migration_on_other_pool|1|sesam, wobei value=1 bedeutet, dass der Parameter aktiv ist und sesam der Benutzername ist. Weitere Informationen zu aufbewahrungsbezogenen Schlüsseln finden Sie im Abschnitt Anpassen der Aufbewahrungsrichtlinie.
    3. EOL adjust migration Beefalo.jpg


Aufbewahrung der letzten erfolgreichen Sicherung oder Migration

SEP sesam behält automatisch die letzte erfolgreiche Sicherung oder den Migrationssicherungssatz bei, wenn die nächste Sicherung/Migration fehlschlägt. Durch die Erweiterung der EOL der vorherigen erfolgreichen Sicherung/Migration stellt SEP sesam sicher, dass mindestens eine erfolgreiche Sicherung erhalten bleibt. Dieses Verhalten ist standardmäßig aktiviert und kann durch Setzen der Werte der jeweiligen Schlüssel eol_adjust_failed_backup und eol_adjust_failed_migration auf 0 geändert werden, wie im Abschnitt Anpassen der Aufbewahrungsrichtlinie gezeigt.

COPY-Sicherung schlägt fehl

Wenn eine COPY-Sicherung fehlschlägt, wird die EOL der letzten erfolgreichen oder mit Warnung abgeschlossenen COPY-Sicherung verlängert auf die aktuell berechnete EOL (Erstellungdatum der fehlgeschlagenen Sicherung + Aufbewahrungszeit des Medienpool).

Beispiel
COPY-Sicherung im Pool YEAR (Aufbewahrungszeit = 375) schlägt fehl.

SEP sesam sucht die letzte erfolgreiche COPY-Sicherung im gleichen Pool JAHR und erhöht seine EOL. Beachten Sie, dass SEP sesam nicht nach COPY-Sicherungen in anderen Pools sucht.

FULL-Sicherung schlägt fehl

Wenn eine FULL-Sicherung fehl schlägt, wird die EOL der letzten erfolgreichen FULL/DIFF/INCR-Sicherung (erfolgreich oder mit Warnung) verlängert auf die aktuell berechnete EOL (Erstellungdatum der fehlgeschlagenen Sicherung + Aufbewahrungszeit des Medienpool).

Beispiel
FULL-Sicherung im Pool YEAR (Aufbewahrungszeit = 375) schlägt fehl.

SEP sesam sucht die letzte erfolgreiche FDI-Sicherungskette im gleichen Pool JAHR und erhöht die EOL des gesamten Kette (FDI-Sicherungssätze). Beachten Sie, dass SEP sesam nicht nach FDI-Sicherungssätzen in anderen Pools sucht.

Manuelle EOL-Anpassung

Wir empfehlen nicht, die EOL manuell einzustellen. Dies überschreibt die EOL, die durch die Aufbewahrungszeit (in Tagen) in der Medienpool-Konfiguration definiert wurde und an dem Tag gestartet wurde, an dem ein Sicherungssatz auf das Medium geschrieben wurde. Die folgenden Optionen sollten für Sonderfälle und Ausnahmen verwendet werden, z.B. um ein vorzeitiges Löschen eines einzelnen Sicherungssatzes zu ermöglichen oder um die Aufbewahrungszeit einer bestimmten Sicherungskette zu verlängern, die länger aufbewahrt werden soll als durch die aktuelle EOL festgelegt ist.

  • Sie können die Sicherungssatz-EOL für jeden einzelnen Sicherungssatz ändern, der in einem Datenspeicher oder auf einem Bandmedium abgelegt ist. Der Parameter Sicherungsatz-EOL ist unter verschiedenen Eigenschaftsansichten verfügbar, z.B. wenn ein Auftrag mit dem Sicherungssatz angezeigt wird (Job Status -> Sicherungen -> Doppelklick auf einen Sicherungsauftrag -> Eigenschaften -> Sicherungssatz-EOL, Rechtsklick zum Erweitern oder Ablaufen lassen) und unter allen medienbezogenen Ansichten, z.B. in den Eigenschaften von Medien, Medienpools und Datenspeicher -> Reiter Sicherungsätze -> Sicherungssatz-EOL. Sie können die Aufbewahrungszeit des Sicherungssatzes verlängern oder verkürzen, indem Sie das genaue Ablaufdatum (Sicherungssatz-EOL) über die Kalenderfunktion einstellen oder direkt ablaufen lassen (ab ≥ 4.4.3 Beefalo V2), indem Sie auf den Schalter Ablaufen lassen -> Sicherungssatz-EOL klicken. Wenn der geänderte Sicherungssatz Teil einer Sicherungskette ist, kann die gesamte Kette betroffen sein.
  • Zusätzlich gibt es noch den Parameter Sicherungs-EOL. Dies ist das Ablaufdatum für alle Daten, die zu derselben Sicherung gehören, einschließlich der migrierten und replizierten Sicherungssätze. Sie können den Sicherungs-EOL-Parameter überprüfen und ändern, indem Sie das genaue Ablaufdatum über die Kalenderfunktion festlegen oder direkt ablaufen lassen (ab ≥ 4.4.3 Beefalo V2) durch Anklicken des Schalters Ablaufen lassen -> Sicherungs-EOL. Das Ablaufen einer Sicherung betrifft alle Daten, die zu derselben Sicherung gehören (gesamte Sicherungskette), einschließlich migrierter und replizierter Sicherungssätze.

Für Details siehe Abschnitt Wie SEP sesam mit EOL-bezogenen Sicherungskettenabhängigkeiten umgeht.
Die Sicherungs-EOL finden Sie in den Sicherungssatz-Eigenschaften, die unter mehreren Ansichten in der GUI verfügbar sind, z.B. wenn ein Auftrag mit den Sicherungsätzen angezeigt wird (Job Status -> Sicherungen -> Doppelklick auf einen Sicherungsauftrag -> Eigenschaften -> Sicherungs-EOL) und unter allen medienbezogenen Ansichten, z.B. in den Eigenschaften von Medien, Medienpools und Datenspeicher -> Reiter Sicherungssätze -> Sicherungs-EOL.

SEP Tip.png Hinweis
Ab ≥ 4.4.3 Beefalo V2 können Sie einfach mit der rechten Maustaste auf den ausgewählte Sicherungssatz klicken, für den Sie die EOL ändern möchten, z.B. in allen Medien bezogenen Ansichten, und dann entweder EOL verlängern oder den Sicherungssatz (einzelne EOL) oder die Sicherung (EOL aller zur Sicherung gehörenden Sicherungssätze) ablaufen lassen. Aber seien Sie vorsichtig mit der Ablaufenlassen-Funktion, da die abgelaufenen Sicherungen unwiderruflich verloren gehen!

Right-click EOL.jpg

Manuelle Verkürzung der EOL

Beachten Sie, dass die Reduzierung der EOL zu einem möglichen Datenverlust führen kann, da die Rücksicherung aus einer Sicherung nicht möglich ist.

  • Wenn Sie die Sicherungs-EOL auf einen Zeitpunkt in der Vergangenheit setzen, wird sie nur für die Sicherungssätze angepasst, deren EOL länger als die neu gegebene EOL ist, während die Sicherungssätze mit kürzerer EOL nicht betroffen sind (ihre EOL bleibt unverändert). Ab ≥ 4.4.3 Beefalo V2 können Sie das Ablaufdatum nicht auf eine Zeit in der Vergangenheit einstellen (das minimal zulässige Datum ist das aktuelle Datum). Sie können jedoch Sicherungen und damit deren Sicherungssätze Ablaufen lassen, die Sie nicht mehr benötigen, indem Sie mit der rechten Maustaste die Ablaufen lassen-Funktion in einer der Ansichten verwenden, die den Reiter/die Eigenschaften Sicherungssätze anzeigen. Ablaufen lassen der Sicherungs-EOL wirkt sich auf die ausgewählte Sicherung und alle zugehörigen Sicherungssätze aus, die auf derselben Sicherung basieren, einschließlich migrierter und replizierter Sicherungssätze. Dies bedeutet, dass alle abhängigen Sicherungssatz-Versionen, die Teil der abgelaufenen Sicherung sind, bei der nächsten Bereinigung gelöscht werden.
  • Wenn Sie die Sicherungssatz-EOL auf einen Zeitpunkt in der Vergangenheit setzen, wird für den ausgewählten einzelnen Sicherungssatz sofort das neue Ablaufdatum gesetzt. Ab ≥ 4.4.3 Beefalo V2 können Sie die EOL nicht auf eine Zeit in der Vergangenheit einstellen (das minimal zulässige Datum ist das aktuelle Datum). Sie können jedoch jeden einzelnen Sicherungssatz Ablaufen lassen, den Sie nicht mehr benötigen, indem Sie mit der rechten Maustaste die Ablaufen lassen-Funktion in einer der Ansichten verwenden, die den Reiter/die Eigenschaften Sicherungssätze anzeigen. Im Gegensatz zum Sicherungs-EOL-Ansatz wirkt sich eine ablaufende Sicherungssatz-EOL nur auf den/die ausgewählten Sicherungssätze aus (die beim nächsten Bereinigen gelöscht werden), es sei denn, die Sicherungssätze sind Teil einer Sicherungskette. Im letzteren Fall ist die gesamte Sicherungskette betroffen, wie unter Verwaltung von EOL-bezogenen Abhängigkeiten der Sicherungskette beschrieben.

Manuelle Verlängerung der EOL

Die Verlängerung der EOL kann für Sonderfälle genutzt werden, wie z.B. die Verlängerung der Aufbewahrungszeit eines bestimmten Sicherungssatzes, der auch migriert wurde und auf verschiedenen Medienpools gespeichert ist. Wie SEP sesam mit einer Verlängerung der EOL umgeht, hängt von seiner Version ab.

  • Wenn Sie die Sicherungs-EOL (Ablaufdatum) verlängern, wird die EOL nur für den Sicherungssatz angepasst, der bereits die längste EOL hat, während die EOL anderer Sicherungen nicht betroffen sind. Dieses Verhalten hat sich gegenüber den Vorgängerversionen geändert, bei denen die verlängerte Sicherungs-EOL zu einer verlängerten EOL für alle Sicherungssätze führte, die auf derselben Sicherung basieren, d.h. Originalsicherung, migrierte Sicherung, replizierte Sicherung, sowie für alle Sicherungen in einer Sicherungskette, wenn ein Sicherungssatz mit angepasster Sicherungs-EOL dabei war. Für Details überprüfen Sie Manuelle Erweiterung der EOL in den Versionen 4.4.3-4.4.3 Grolar.
  • Wenn Sie die Sicherungssatz-EOL (Ablaufdatum) verlängern und einer der Sicherungssätze Teil einer FDI-Sicherungskette ist, dann wird auch die EOL der vorherigen Sicherungssätze der Kette erhöht.
Information sign.png Anmerkung
  • Das Verlängern der Sicherungs-EOL von auf Bandmedien gespeicherten Sicherungssätzen kann die EOL der Bandmedien verlängern! Für Sicherungssätze, die auf Bandmedien gespeichert sind, kann keine einzelne Aufbewahrungszeit eingestellt werden, die nur für eines der gespeicherten Sicherungssätze gelten würde. Jeder auf Band gespeicherte Sicherungssatz hat eine eigene EOL, die jedoch nicht das tatsächliche Ablaufdatum des Bandes darstellt. Die Bandmedien-EOL ist die maximale EOL aller auf dem Band gespeicherten Sicherungssätze. Beachten Sie, dass die Bandmedien-EOL auch abhängig sein kann von Sicherungssätzen, die nicht auf diesem Band gespeichert sind. Nämlich dann, wenn das Band Sicherungssätze enthält, die sich auf FULL/DIFF/INCR Sicherungssätze beziehen, die auf anderen Medien oder sogar Datenspeichern abgelegt sind.
  • Um die EOL des Bandmediums zu reduzieren oder zu erhöhen (in den Bandeigenschaften als Gesperrt bis angezeigt), können Sie die EOL des Mediums (gekennzeichnet durch das Bandetikett) anpassen. Die manuell eingestellte EOL wird auf alle Sicherungssätze auf Band angewendet.
  • Wenn die EOL des Bandmediums erreicht ist, das Band aber nicht wiederverwendet werden soll, können Sie das Band auch sperren (mit Schreibschutz). Diese Option hat Vorrang vor der Medien-EOL.

Anpassen der Aufbewahrungsrichtlinie

Das standardmäßige Aufbewahrungsverhalten von Sicherungen kann geändert werden, indem EOL-bezogene Schlüssel in die globalen Einstellungen der GUI eingefügt oder geändert werden: SEP sesam Menüleiste, klicken Sie auf Konfiguration -> Vorbelegungen -> Einstellungen. Diese Schlüssel werden in früheren SEP sesam Versionen möglicherweise nicht unterstützt, siehe EOL-Verwaltung in den Versionen 4.4.3-4.4.3 Grolar.

Um die Aufbewahrungsrichtlinie zu ändern, können Sie die folgenden Optionen hinzufügen oder ändern.

EOL-bezogene Schlüssel Wert Beschreibung Verfügbar ab Version Anmerkung
eol_adjust_migration_on_other_pool 1 (erlaubt)
0 (deaktiviert)
Verlängerung der Aufbewahrungszeit eines anderen Medienpools für migrierte Sicherungsätze zulassen 4.4.3 Beefalo
eol_adjust_failed_backup 1 (aktiviert)
0 (deaktiviert)
Automatische Aufbewahrung des letzten erfolgreichen Sicherungssatzes 4.4.3.47 Tigon V2
eol_adjust_failed_migration 1 (aktiviert)
0 (deaktiviert)
Automatische Aufbewahrung des letzten erfolgreichen Migrationssicherungssatzes 4.4.3.47 Tigon V2
eol_for_failed_backups 0 (Aufbewahrungszeit des Medienpools verwenden)
> 0 (Geben Sie die Aufbewahrungszeit in Tagen an, z.B. 3)
Anpassung der Aufbewahrungszeit (in Tagen) für fehlerhafte Sicherungen 4.4.3 Beefalo V2

Standardmäßig werden die Sicherungsaufbewahrungsrichtlinien (Aufbewahrungzeit des Medienpools) gleichermaßen auf erfolgreiche und fehlerhafte Sicherungen angewendet. Eine fehlgeschlagene Sicherung wird für die durch die Aufbewahrungszeit des Medienpools angegebene Anzahl von Tagen aufbewahrt. Wenn Sie Speicherplatz freigeben und deswegen die Anzahl der Tage für die Aufbewahrung fehlgeschlagener Sicherungen verkürzen möchten, geben Sie die gewünschte Länge der Aufbewahrung für fehlgeschlagene Sicherungen in Tagen an. 3 bedeutet beispielsweise, dass SEP sesam alle fehlgeschlagenen Sicherungen nach 3 Tagen automatisch löscht. 0 (Standard) bedeutet, dass alle fehlgeschlagenen Sicherungen gemäß Aufbewahrungszeit des Medienpools aufbewahrt werden.

eol_for_failed_not_file_system_backups 0 (Aufbewahrungszeit des Medienpools verwenden)
> 0 (Geben Sie die Aufbewahrungszeit in Tagen an, z.B. 3)
Passen Sie die Aufbewahrungszeit (in Tagen) für alle Nicht-Dateisystem-Sicherungen (nicht Pfad) an, also alle Sicherungen, die nicht vom Auftragstyp Pfad sind, z.B. SAP Hana, Exchange Server, VMware vSphere etc. 4.4.3 Beefalo V2 Der einzige Unterschied zum vorherigen Parameter (eol_for_failed_backups, siehe oben) besteht darin, dass Sie die gewünschte Länge der Aufbewahrung spezifisch für alle Nicht Dateisystem-Sicherungen, also Sicherungen nicht vom Auftragstyp (Pfad), angeben können. 3 bedeutet zum Beispiel, dass SEP sesam alle fehlgeschlagenen Nicht-Pfad-Sicherungen nach 3 Tagen automatisch löscht. 0 (Standard) bedeutet, dass alle fehlgeschlagenen Nicht-Pfad-Sicherungen gemäß dem Parameter eol_for_failed_backups behandelt werden, wenn er > 0 ist, oder gemäß Aufbewahrungszeit des Medienpools, wenn keiner der Parameter eol_for_failed... gesetzt ist (Wert 0).

Der Screenshot zeigt die Tabelle Vorbelegungen -> Einstellungen mit EOL-bezogenen Parametern.

EOL keys-settings.jpg

Überprüfung von Sicherungskettenabhängigkeiten

Sie können die Sicherungssatzbaumansicht in der GUI verwenden, um Abhängigkeiten und EOL einer FDI-Sicherungskette zu ermitteln. Verwenden Sie diese Übersicht, bevor Sie die EOL-Parameter manuell ändern, um eine Unterbrechung der Sicherungskette zu vermeiden.

SEP Tip.png Hinweis
Wenn Sie die Zusammenfassung des Sicherungssatzbaums überprüfen, erhalten Sie sofort Informationen über den Speicherort und den Status der verfügbaren Sicherungssätze für die Rücksicherung. Durch Überprüfen der Zusammenfassung, z.B. Verfügbarkeit 5, können Sie nach nicht sofort verfügbaren Sicherungssätzen suchen und diese dann migrieren, um Mount und selektive Rücksicherung zu ermöglichen.

Der Sicherungssatzbaum zeigt die Details zu einem Sicherungssatz zusammen mit den potenziell abhängigen Sicherungssätzen, die zur gleichen Sicherungskette gehören. Die Details des Sicherungssatzes sind schreibgeschützt. Indem Sie sich einen Überblick über die Sicherungskette verschaffen, gewinnen Sie Einblick in die Wiederherstellbarkeit von Sicherungen.

Sie können die Sicherungssatzbaumansicht öffnen, indem Sie eine ausgewählte Sicherung doppelklicken:

  1. Unter Job Status -> Sicherungen oder unter Monitoring -> letzter Backup Status, durch Doppelklick auf die ausgewählte Sicherung.
  2. Öffnen Sie im Fenster mit den Eigenschaften des Sicherungsauftrags den Reiter Sicherungssätze.

Bck chain dependencies-Beefalo.jpg

Der Sicherungssatzbaum (savesettree) zeigt alle Sicherungssätze der gleichen Sicherungskette mit den folgenden Details an:

saveset
SEP sesam eindeutige Identifikation, die einem Sicherungssatz zugeordnet ist.
starttime
Die Startzeit der Sicherung.
level
Die Sicherungsmethode des Sicherungssatzes: F (FULL), D (DIFF), I (INCR) oder C (COPY).

Weitere Detailinformationen, die für jeden Sicherungssatz angezeigt werden:

pool
Medienpool, zu dem der Sicherungssatz gehört.
EOL
Die Zeit, zu der der Schutz des Sicherungssatzes abläuft. Weitere Details im Abschnitt EOL-bezogene Sicherungskettenabhängigkeiten.
avail
Der Prioritätswert, abhängig vom Speicherort der Sicherungsssätze. Er ist nützlich, um Sicherungssätze zu identifizieren, die für die Rücksicherung zur Verfügung stehen. Beispielsweise wird ein Sicherungsatz im Medienpool DAY (Datenspeicher) auf einen anderen Pool DeDup migriert und anschließend auf Band geschrieben. Das Band hat die niedrigste Verfügbarkeit/Priorität, da es für die Rücksicherung nicht direkt verfügbar ist. Überprüfen Sie auch die Verfügbarkeit (availability) im Status (status) am Ende der Baumansicht, die sich aus der Verfügbarkeit aller angezeigten Sicherungssätze errechnet. Siehe unten Verfügbarkeit für Details.
reason
Erklärt die Eigenschaft avail darüber – die Verfügbarkeit einzelner Sicherungssätze zur Rücksicherung. Die nachfolgende Information zeigt den Zusammenhang zwischen Speicherort und avail/prio. Der Prioritätswert ist eine Zahl mit 1 als niedrigste Priorität und 6 (oder 7 wenn mit einem festgelegten Pool aufgerufen) als höchste.
TAPE_SINGLE = 0
TAPE_NOT_IN_LOADER = 1
DISK_OFFLINE = 2
TAPE_ONLINE = 3
DISK_HARD = 4
DISK_STORE_CLONE = 5 
DISK_STORE = 6 
REQUESTED_POOL = 7 (angezeigt wenn mit einem festgelegten Pool aufgerufen, z.B. alle Sicherungssätze auf dem Pool DAY und der Sicherungssatzbaum wurde mit dem Zielpool DAY aufgerufen)
drivegroup
Zeigt den Namen der Laufwerksgruppe an, die mit dem Medienpool des Sicherungssatzes verbunden ist.
drives
Die Nummern der für diese Sicherung verwendeten Laufwerke.
labels
Zeigt die interne Identifikation des Sicherungssatzes (ein Medienpoolname eine 5-stellige Zahl), ein eventueller Barcode, Priorität (prio) und Kommentar.
status
Zeigt die Zusammenfassung der Verfügbarkeit von Sicherungssätzen an - Status, Meldung über die Verfügbarkeit und eine numerische Darstellung. Sobald z.B. ein Sicherungssatz in einen anderen Pool migriert und aus dem ursprünglichen Pool gelöscht wird, wird die Verfügbarkeit verringert.

Save set tree status.jpg