Erstellen eines Sicherungstermins

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Übersicht

Bei der Erstellung eines Sicherungstermins wählen Sie die Sicherungsmethode, legen die Terminpriorität fest und legen fest, wohin Ihre Daten gesichert werden sollen. Sie können einen Termin für bestimmte Aufträgen oder für eine Auftragsgruppe erstellen. Letzteres ermöglicht es Ihnen, alle Aufträge der Auftragsgruppe mit einem einzigen Termin auszulösen.

Schritte

  1. Unter Auswahl -> Zeitplanung -> Zeitpläne, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Zeitplan, für den Sie einen neuen Termin erstellen möchten, und klicken dann auf Neuer Sicherungstermin.
  2. Stellen Sie unter Ablaufsteuerung die Priorität Ihres Sicherungstermins ein. Der SEPuler führt immer zuerst die Zeitpläne mit der höchsten Priorität aus. Die Standard-Prioritätsstufe ist 1, welches die niedrigste Priorität ist (die höchste Priorität ist 99). Einzige Ausnahme sind Zeitpläne mit der Priorität 0, die alle anderen Prioritäten übersteuern und immer ausgeführt werden. Details finden Sie unter Einstellen der Priorisierung von Terminen. Sie können auch die Option Sperrtermin aktivieren. Diese Option sollte zusammen mit hoher Priorität für spezielle Termine genutzt werden. Wenn diese Option aktiviert ist, werden Termine gleichen Typs mit niedrigerer Priorität blockiert, so dass sichergestellt ist, dass die Sicherung auch dann verarbeitet wird, wenn andere Sicherungen zur gleichen Zeit geplant sind.
  3. Geben Sie unter Parameter die Sicherungsmethode an:
    Eine FULL-Sicherung (vollständige Sicherung) kopiert immer alle Daten der im Auftrag angegebenen Datenquelle, unabhängig davon, ob sie geändert wurden oder nicht. Ein Sicherungssatz, der als FULL erstellt wurde, ist die Basis für nachfolgende DIFF- oder INCR-Sicherungssätze. Während die Sicherungsdauer einer vollständigen Sicherung erheblich länger sein kann, ist die Wiederherstellung schnell und einfach, da nur ein Sicherungssatz für die Rücksicherung benötigt wird. Informationen über den Sicherungsstatus werden in der SEP sesam Datenbank gespeichert. Beachten Sie, dass die Archivbits bei Windows Systemen nicht gelöscht werden. Wenn Sie das Zurücksetzen der Archivbits erzwingen möchten, können Sie in den Sicherungsoptionen den Befehl -o clear_archive eingeben.
    Eine DIFF-Sicherung (differenziell) speichert nur Daten, die nach der letzten FULL-Sicherung (desselben Auftrags) erstellt oder geändert wurden. Eine differenzielle Sicherung ist damit schneller als eine vollständige Sicherung. Um jedoch die gesamte Datenquelle wiederherzustellen, muss zuerst der Sicherungssatz der vollständigen Sicherung wiederhergestellt werden, bevor der DIFF-Sicherungssatz restauriert wird. Dazu bietet SEP sesam die Generations-Rücksicherung, die das Browsen und Auswählen für die Rücksicherung aller Generationen von gesicherten Dateien seit der letzten vollständigen Sicherung ermöglicht.
    Eine INCR-Sicherung (inkrementell) speichert nur Daten, die nach der letzten Sicherung (FULL, DIFF oder INCR) des selben Auftrags erstellt oder geändert wurden. Dies ist in der Regel die schnellste Sicherungsmethode und die den geringsten Speicherplatz erfordert. Um die gesamte Datenquelle zu restaurieren, müssen aber zuerst der Sicherungssatz der letzten FULL-Sicherung und dann alle INC-Sicherungen wiederhergestellt werden. Bei der Planung Ihrer Sicherungsstrategie sollten diese Vor- und Nachteile in Zeit und Speicherplatz berücksichtigt werden. Eine Kombination aus FULL-Sicherung auf Bandlaufwerke und DIFF- oder INC-Sicherungen auf virtuelle Diskmedien ist eine in der Praxis bewährte Methode.
    Eine COPY-Sicherung (Kopie) ist eine vollständige Sicherung, die keinen Einfluss auf folgende differenzielle (DIFF) oder inkrementelle (INCR) Sicherung hat. Zur Behandlung von Archivbits siehe FULL-Sicherung oben. Üblicherweise wird dieser Typ für zusätzliche Voll-Sicherungen, z.B. Monatssicherung, oder Sicherungen zur Archivierung - sprich Auslagerung von Datenbeständen, genutzt.
    Information sign.png Anmerkung
    Sollte keine initiale FULL-Sicherung existieren, werden DIFF- oder INC-Sicherungen automatisch als FULL-Sicherung durchgeführt.
    Für DIFF- und INC-Sicherungen können Sie auch die Option Erzwinge FULL setzen. Diese Option stellt sicher, dass eine FULL-Sicherung innerhalb des definierten Intervalls läuft. Wenn Sie den Wert auf 7 setzen, wird z.B. alle sieben Tage eine FULL-Sicherung anstelle einer inkrementellen oder differentiellen Sicherungen erzwungen, wenn die geplante FULL-Sicherung nicht erfolgreich war. Damit wird sichergestellt, dass eine FULL-Sicherung immer innerhalb des angegebenen Zeitintervalls, in unserem Beispiel einmal pro Woche, durchgeführt wird. Bei einem Wert von 0 wird bei jeder durchgeführten Sicherung geprüft, ob die letzte FULL-Sicherung erfolgreich/mit Warnung gelaufen ist – wenn dies nicht der Fall ist, sie also abgebrochen/mit Error gelaufen ist, dann wird die zu startende INC/DIFF-Sicherung auf FULL gedreht. Sobald Sie sich für Ihren Sicherungszeitplan entschieden haben, sollten Sie die Vor- und Nachteile der erzwungenen FULL-Sicherungsfrequenz berücksichtigen, da diese langsamer als andere Sicherungsmethoden ist und den meisten Speicherplatz benötigt.
  4. Wählen Sie in der Dropdown-Liste Medienpool den Zielmedienpool aus, in den die Daten gesichert werden sollen. Wenn Sie die quellseitige Deduplizierung aktivieren möchten, müssen Sie den Medienpool auswählen, der mit einem Si3 Deduplication Store Backend kombiniert ist.
    • Optional können Sie die Laufwerksnummer des Laufwerks angeben, das zum Schreiben der Daten verwendet werden soll. Typischerweise verwenden Sie diese Option, wenn Sie zusätzliche Laufwerke konfiguriert haben und Sie ein dediziertes Laufwerk ausschließlich für die Sicherung zuweisen möchten. Details hierzu finden Sie in der Option Zweites Laufwerk anlegen (eingeführt in SEP sesam 4.4.3 Tigon) unter Konfigurieren eines Datenspeichers.
    • Sie können die Schnittstelle definieren: Wählen Sie aus der Dropdown-Liste einen anderen konfigurierten TCP/IP-Namen des Clients aus. Mit dieser Option können Sie den Datenfluss über eine bestimmte Netzwerkverbindung leiten, um eine reibungslose Ausführung der Sicherungen zu ermöglichen, ohne andere Netzwerkaktivitäten zu blockieren.
  5. Aktivieren Sie optional die Option Source Side Deduplication (eingeführt in V.4.4.3). Dieses Checkbox ist nur verfügbar, wenn Sie über einen konfigurierten Si3 Deduplication Store verfügen und zuvor den Si3-bezogenen Medienpool ausgewählt haben.
  6. Im Feld Follow up (eingeführt in V. 4.4.3) können Sie Termine konfigurieren, die auf dem SEP sesam Server ausgelöst werden, sobald der aktuelle Termin beendet ist. Sie können eine Migration, eine Überprüfung des Sicherungssatzes und andere Aktionen einrichten, die unmittelbar nach Abschluss einer Sicherung oder eines anderen Ereignisses ausgelöst werden. Details finden Sie unter Follow-up-Events.
  7. Markieren Sie unter Objekt den Auftrag, mit dem Sie dieses Termin verknüpfen möchten. In unserem Beispiel würden Sie den neu angelegte Termin mit dem Auftrag bck_seagull_all_full verknüpfen.
New backup event Grolar de.jpg


Sie können den Status Ihrer Sicherungsläufe einsehen, indem Sie Letzter Backup Status unter Auswahl -> Monitoring auswählen. Diese Sicherungsstatusübersicht zeigt Einzelheiten zum letzten Lauf der Sicherungen, inklusive dem Auftragsnamen, Start und Stoppzeit der letzten Sicherungen, Sicherungsmethode, Datengröße, Durchsatz, zugewiesener Medienpool, etc.

SEP Tip.png Hinweis
As of version 4.4.3 Grolar, you can use Migration Task option in New backup event window or task event properties to chose a follow up migration task.