Konfigurieren der Clients

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Docs latest icon.png Willkommen in der aktuellsten Version der SEP sesam Dokumentation 4.4.3/4.4.3 Beefalo V2. Frühere Versionen der Dokumentation finden Sie hier: Dokumentationsarchiv.


Übersicht

SEP sesam Client ist ein System, auf dem ein SEP sesam Client Paket installiert ist, das der SEP sesam Umgebung als Client hinzugefügt wird und zur Datensicherung in den Sicherungsplänen enthalten ist. Clients können Workstations, PCs, virtuelle Maschinen oder Dateiserver mit Gigabytes an Daten sein.

Die Abkürzung SBC (sesam backup client) wird eher technisch für Programme verwendet, die Sicherungs-, Migrations- und Rücksicherungsaufträge ausführen. SBC sammelt und konsolidiert die Sicherungsdaten auf dem Client-System und liefert sie an den Sesam Transfer Protocol Server (STPD - ein Dienst, der die Sicherungsdaten vom SMS-Server anfordert und den Datenfluss zwischen dem SEP sesam Server und einem Client verwaltet). Das SBC-Modul kann auch direkt ohne weitere SEP-Module mit SEP sesam CLI angesteuert werden.

Mit Version 4.4.3 Beefalo V2 wurde der Befehl sm_update_client erweitert. Nun können Sie in der SEP sesam GUI überprüfen, ob eine Aktualisierung für Ihre Clients verfügbar ist. Sie können alle Clients innerhalb des Standorts auf einmal aktualisieren oder nur den ausgewählten Client aktualisieren. Sie können auch einen bestimmten Client von der Aktualisierung ausschließen oder die SEP sesam Komponente(n) auf neuen Windows Clients installieren. Details finden Sie unter Client(s) aktualisieren.

Sie konfigurieren einen neuen Client unter Auswahl -> Komponenten -> Topologie -> Neuer Client.

Ab der Version 4.4.3 Grolar können Sie mit SEP sesam Berechtigungen (ACLs) für einen Standort (Gruppe von Clients) oder einen bestimmten Client konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter Berechtigungen und Zugriff.

Vorgehensweise

  1. Wählen Sie unter Auswahl -> Komponenten -> Topologie den gewünschten Speicherort aus (LOCAL wird standardmäßig immer angelegt) und klicken Sie dann auf Neuer Client. Geben Sie den Namen des Clients ein. Dies muss der im Netzwerk definierte Hostname des Computers sein, d.h. er muss über DNS oder die etc/hosts-Datei aufgelöst werden können. Ist ein Domain Name System (DNS) im Netzwerk vorhanden, wählt SEP sesam automatisch die TCP/IP-Adresse aus. Ansonsten muss die Adresse in der Datei etc/hosts angegeben werden.
  2. Wählen Sie aus der Auswahlliste Plattform die gewünschte Plattform aus: LINUX, WINDOWS, UNIX, NDMP, VMS, oder NETWARE.
  3. Wählen Sie aus der Auswahlliste Betriebssystem das Betriebssystem des jeweiligen Clients aus.
  4. Wählen Sie aus der Auswahlliste Zugriffsart den Zugriffsmodus für die Server-Client-Kommunikation aus. Folgende Zugriffsarten stehen zur Verfügung: CTRL (Standardzugriffsmodus bis zur Version 4.4.3.48 Tigon V2), SMSSH (SEP sesam SSH-basierende Netzwerkverbindung; Standardzugriffsmodus ab Version 4.4.3.60 Grolar), PROXY (unterstützte herstellerspezifische Protokolle sind: vSphere (vCenter Server), Citrix Xen Server, NetApp und Novell SMS für NetWare 5.1/6.0/6.5), VIRTUAL (von 4.4.3 Beefalo für eine VM ohne installierten SEP sesam Backup Client), SSH (Secure Shell) und RSH (Remote Shell). Details finden Sie unter Zugriffsarten.
  5. Information sign.png Anmerkung
    Ab 4.4.3 Beefalo V2 ist die Option Zugriffsart nur im Fortgeschrittenen oder Experten UI Modus verfügbar. Wenn Sie die GUI im Modus Basis ausführen, ändern Sie zunächst den Modus auf Fortgeschritten oder Experte, wie unter Auswahl des UI-Modus beschrieben.
  6. Damit der Client als VM-Server behandelt wird, wählen Sie in der Auswahlliste den entsprechenden VM Servertyp aus, z. B. vCenter, Hyper-v Cluster, usw. Dies ermöglicht beispielsweise das Durchsuchen der virtuellen Umgebung bei der Erstellung von Sicherungsaufträgen.
  7. Geben Sie optional die folgenden Felder an.
    • Das Feld Notizen bietet die Möglichkeit, Ihre Konfiguration zu kommentieren.
    • Das Feld Schnittstellen dient nur zur Angabe zusätzlicher Schnittstellen für den SEP sesam Server oder den Remote Device Server (RDS). Steht ein zusätzliches Netzwerk für Sicherungen zur Verfügung, kann der auflösbare und geänderte DNS-Name einer zweiten Netzwerkkarte des SEP sesam Servers in eine neue Zeile eingetragen werden. Sind mehrere Netzwerkkarten vorhanden, müssen diese dem DNS bekannt sein, da sonst die Verbindung zum SEP sesam Server fehlschlägt. Die Netzwerkprotokolle für die Datenübertragung können mit den üblichen Präfixen ftp:// (Standard), http:// oder https:// eingestellt werden. Für jedes Protokoll muss eine Schnittstelle im Feld durch einzelne Leerzeichen getrennt hinzugefügt werden. Also z.B. eine Schnittstelle für das HTTP-Protokoll http://<hostname>:11000 und eine Schnittstelle für das HTTPS-Protokoll https://<hostname>:11088.
    • Client ist eine virtuelle Maschine sollte nur ausgewählt werden, wenn Sie eine virtuelle Maschine hinzufügen. In diesem Fall müssen Sie auch VM Host und VM Name angeben.
    • Diesen Client nicht aktualisieren (≥ 4.4.3 Beefalo V2) sollte nur dann aktiviert werden, wenn Sie diesen bestimmten Client generell von der Aktualisierung ausschließen möchten.
    • Keine Ausführung (zuvor Für Sicherungen gesperrt) wird nur in besonderen Fällen verwendet, wenn Sie einen Client aus technischen oder anderen Gründen für die Sicherungen ausschließen wollen. Wenn Sie diese Option aktivieren, wird Ihr Client von allen geplanten Sicherungen deaktiviert, bis diese Option wieder aktiviert wird.

    Configuring client Beefalo V2 de.jpg

  8. Wenn sich Ihr Client hinter einer Firewall befindet, müssen Sie die Kommunikations-Ports konfigurieren. SEP sesam verwendet standardmäßig zufällige Ports, die vom Betriebssystem vorgegeben werden. Wenn Sie jedoch einen Client sichern wollen, der sich hinter einer Firewall befindet, müssen Sie die Ports manuell definieren. Wechseln Sie auf die Registerkarte Optionen. Die verfügbaren Optionen hängen vom Client-Typ ab.
    • Geben Sie im Feld Zugriffsoptionen den Port ein, über den der Client erreichbar ist, indem Sie den Befehl -p <port_no> verwenden (z.B. -p 17301). Der Standard Listen Port für den CTRL-Daemon auf den Clients ist 11301 und für SMSSH 11322.
    • Verwenden Sie STPD Optionen, um den Kommunikations-Port für die Datenübertragung vom Sicherungs-Client zum SEP sesam Server einzurichten. Beachten Sie, dass jede Sicherung, die gleichzeitig auf einem Client läuft, zwei Ports benötigt; z.B. verwenden drei gleichzeitige Sicherungen auf dem Sicherungs-Client Ports 11002-11007. Bei Verwendung des Protokolls HTTP für die Datenübertragung (SEP sesam Server Schnittstelle ist http://<SEP sesam server>:11000) wird der TCP Port 11000 verwendet.
    • Listen Port ist der initiale STPD-Port für Device Server (SEP sesam Server, RDS). Standardmäßig ist es 11001. Wenn Sie den Standardport ändern müssen, fügen Sie eine neue Portnummer an.
    • Für die Verwende WOL (Wake-on-LAN) Funktion muss der Befehl sm_wol als Binärdatei oder Skript im Verzeichnis <SESAM_BIN>/bin/sesam des SEP sesam Server definiert sein. Wenn die Option Verwende WOL aktiviert ist, wird dieser Befehl aufgerufen, bevor eine Sicherung ausgeführt und der Client gestartet wird. Weitere Informationen finden Sie unter Wake-on-LAN.
    • Configuring client- win cli-options de.jpg

  9. Ab V. 4.4.3 Beefalo müssen Sie die Zugangsdaten als Administrator eingeben, um auf die jeweiligen Systeme zugreifen zu können. Verwenden Sie das Format DOMAIN\USER für Domänenkonten oder HOST\USER für lokale Konten.
  10. Configuring client- win cli-access de.jpg

  11. Sobald alle Parameter definiert sind, klicken Sie auf Erzeugen oder auf OK. Bei Erzeugen wird das Dialogfenster nach dem Anlegen des Clients im SEP sesam nicht geschlossen. Dies ermöglicht die schnelle Eingabe mehrerer gleichartiger Clients hintereinander. Beim Klicken eines der beiden Buttons erscheint ein neues Dialogfenster, in dem Sie gefragt werden, ob Sie einen neuen Sicherungsauftrag für diesen Client erstellen möchten. Klicken Sie auf Ja, um eine Sicherungsauftrag zu erstellen oder Nein, wenn Sie beabsichtigen, Ihre Sicherung später zu konfigurieren. Details finden Sie unter Standard Sicherungsverfahren.

Ihr neuer Client wird im Inhaltsbereich Topologie angezeigt.

Berechtigungen und Zugriff

In den Client-Eigenschaften stehen zusätzliche Reiter für die Angabe von Berechtigungen und Zugriff zur Verfügung. Ein Doppelklick auf den Client öffnet seine Eigenschaften und ermöglicht es Ihnen, diese zusätzlichen Einstellungen vorzunehmen.

Im Reiter Berechtigungen können Sie die erforderlichen Berechtigungen für Ihren Client angeben. Weitere Informationen finden Sie unter Verwendung von Zugriffskontrolllisten.

Client permissions Beefalo de.jpg

Wenn Sie Clients konfigurieren, die mit speziellen Auftragstypen gesichert werden sollen, müssen Sie einige zusätzliche Einstellungen vornehmen. Ein fünfter Reiter steht für die folgenden Auftragstypen zur Verfügung: Micro Focus Open Enterprise Server (ehemals Novell OES), VMware, Citrix XEN, MySQL, PostgreSQL, NetApp, RHV. Beispielsweise müssen Sie für Micro Focus OES oder NetWare Server-Sicherungen die Anmeldedaten für das eDirectory angeben und den entsprechenden Data Mover auswählen. Für Micro Focus ist dies ein SEP sesam Micro Focus (ehemals Novell) Client, der auf einem Linux-Computer mit Micro Focus Storage Management Services (SMS) installiert wird. Weitere Informationen zu einem bestimmten Auftragstyp finden Sie in den jeweiligen Wiki-Artikeln unter Erweiterungen.

Client VMware Beefalo de.jpg

SEP Tip.png Hinweis
Sie können für jeden Client einen Bericht erstellen, indem Sie den Client auswählen und mit der rechten Maustaste darauf klicken und dann den Client Report auswählen. Sie können auch das Rechtsklickmenü verwenden, um den Client-Zugang und seinen Aktualisierungsstatus zu überprüfen.

Siehe auch

Verwendung von ZugriffskontrolllistenÜberprüfung der DNS KonfigurationProbleme bei der Neuaufnahme von ClientsTopologie: Client EigenschaftenClientsStandard Sicherungsverfahren