5 1 0: SBC CLI

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Übersicht


SEP sesam bietet sowohl GUI- als auch CLI-Schnittstellen zur Verwaltung der SEP sesam Umgebung (CLI) oder einzelner Clients (SBC). Die SEP sesam Kommandozeilen-Schnittstelle (Command Line Interface) bietet zwei CLI-Komponenten: das Administrationsprogramm SEP sesam CLI und das Client-Programm SBC CLI.

  • SEP sesam CLI bietet eine alternative Möglichkeit zur Verwaltung der SEP sesam Umgebung. Mit CLI-Befehlen können Administratoren auf die SEP sesam Datenbank zugreifen und die gesamte SEP sesam Umgebung verwalten, z.B. um SEP sesam Server und Clients zentral ohne GUI zu installieren, zu konfigurieren und zu verwalten. Für Details siehe SEP sesam CLI.
  • SBC CLI wird verwendet, um Daten lokal auf dem Host zu sichern und rückzusichern. SEP sesam SBC (Sesam Backup Client) ist eine Komponente, die die Sicherungsdaten auf dem Client-System sammelt, konsolidiert und an den STPD liefert. Bei einer Rücksicherung erhält der SBC die benötigten Daten und stellt sie auf dem Zielsystem wieder her. SBC CLI ermöglicht es dem Benutzer, den SEP sesam Client (SBC-Modul) direkt und unabhängig von anderen SEP sesam-Modulen zu steuern, zu sichern und rückzusichern.

Befehlskonventionen

Die Parameter für einen Befehl sind auftragsabhängig und können obligatorische und optionale Werte oder Schlüsselwörter enthalten.

| vertikaler Balken
Trennt die Auswahl zwischen zwei oder mehr Optionen oder Argumenten.
[ ] eckige Klammern
Geben optionale Werte an.
< > spitze Klammern
Zeigen an, dass das eingeschlossene Element obligatorisch ist.

SBC CLI Verwendung

sbc -b|r|g|p|k|h [-a <DB_options>][-C <control_host>] [-d <device>]
                [-f <list_source>] [-F <data_format>] [-i <saveset_info>]
                [-j <job_name>] [-l <level>] [-L <control_target>]
                [-n <segment>[:<offset>:<size>]] [-o {options}]
                [-O <STOR/RETR_direct>] [-P <PID>] [-R <restore_target>]
                [-s <saveset_spec>] [-S <storage_node>] [-t <tape_spec>]
                [-T <since_time>] [-x <exclude_regexp>] [-X <exclude_list>]
                [-v 0|1|2|3|4|5|6]
# Backup  #   <backup_source1> [<backup_source2> ...] |
# Restore #   <restore_source1> [<restore_source2> ...] |
# Get     #   <remote_file> [<local_file>] |
# Put     #   <local_file> [<remote_file>] |
# Kill    #   [-l 1|2|9|15] -s <saveset_spec>

Befehle

Es gibt sechs Hauptbefehle, die definieren, welche Aktion vom SBC ausgeführt werden kann. Ein weiterer Satz an Optionen kann verwendet werden, um die Art und Weise der Ausführung des Befehls weiter zu definieren. Die Hauptbefehle sind:

sbc -b|r|g|p|k|h

-b (Sicherung)

Der Befehl backup (Sicherung) verwendet durch Leerzeichen getrennte Argumente, um anzugeben, was gesichert werden soll. Diese Argumente können vollständige Elementnamen oder Dateimuster enthalten.

-b <backup_source1> [<backup_source2> ...] |

-r (Rücksicherung)

Der Befehl restore (Rücksicherung) verwendet durch Leerzeichen getrennte Argumente, um anzugeben, was rückgesichert werden soll. Diese Argumente können vollständige Elementnamen oder Dateimuster enthalten. Siehe auch Restore from tape via SBC without a valid SEP sesam database.

-r <restore_source1> [<restore_source2> ...] |

-g (get)

Der Befehl get überträgt die angegebene Datei vom SEP sesam Server work-Verzeichnis in das local-Verzeichnis. Die Datei wird so wie sie ist abgelegt, ohne jegliche Formatierung. Wenn die lokale Datei nicht angegeben ist, wird der entfernte Dateiname verwendet.

-g <remote_file> [<local_file>] |

-p (put)

Der Befehl put überträgt die angegebene Datei in das SEP sesam Server work Verzeichnis. Die Datei wird so wie sie ist, ohne Formatierung, gesendet. Wenn die Remote-Datei nicht angegeben ist, wird der lokale Dateiname verwendet.

-p <local_file> [<remote_file>] |

-k (kill)

Der Befehl kill sendet das Signal an den SBC-Prozess (inkl. aller Kindprozesse).

-k [-l 1|2|9] -s <saveset_spec>

-h (help)

Zeigt die abgekürzte Verwendungssyntax und eine Liste der Optionen an, die Sie mit dem Befehl sbc verwenden können.

-h

Optionen

-a (backup type argument)

Auftragstypspezifisches Argument, das an die zugrunde liegende Bibliothek übergeben werden kann. Die -a <DB_options> werden an das zugehörige Datenbankmodul weitergeleitet, z.B. an Lotus Notes.

-a <DB_options>

-C (control host)

Gibt den kontrollierenden Host an - SEP sesam Server.

-C <control_host>

-d (device)

Gibt das Ziel-/Quellgerät oder -verzeichnis für den Vorgang an.

-d <device>

-f (files)

Gibt die Liste der zu sichernden Elemente an. Typischerweise wird diese Option verwendet, wenn die Anzahl der zu sichernden Dateien oder Verzeichnisse die zulässige Länge für die Auftragsquelle überschreitet (SEP sesam Version ≥ 4.4.3: max. 1024 Zeichen; ≤ 4.4.2: max. 255 Zeichen).

-f <list_source>

Es wird empfohlen, eine separate Datei zu erstellen, die eine Liste der ausgewählten Dateien und Verzeichnisse enthält, die gesichert werden sollen - einen Eintrag pro Zeile. Beachten Sie, dass Wildcards nicht unterstützt werden.
Zum Beispiel enthält die Datei C:/sesam/backup_file_list.txt die folgenden Einträge:
/lib
/usr/share
/usr/bin/a2ps
/var/opt/sesam/var/ini

Die Option -f erfordert einen voll qualifizierten Dateilisten- oder Verzeichnisnamen, z.B. -f C:/sesam/backup_file_list.txt unter Windows oder -f etc/sesam/backup_file_list.txt unter Linux, oder die Liste muss sich unter <SESAM_BIN>/bin/sesam befinden. Um die Datei in den Eigenschaften des Sicherungsauftrags einzutragen, erstellen oder öffnen Sie den Sicherungsauftrag, wählen Sie den Reiter Optionen und geben Sie unter Zusätzliche Aufrufargumente im Feld Sicherungsoptionen die angegebene Datei in das Formular ein: -f C:/sesam/backup_file_list.txt.

Information sign.png Anmerkung
Die Option -f verhält sich auf verschiedenen Plattformen unterschiedlich:
  • Unter Windows überschreibt die Option -f <list_source> die im Sicherungsauftrag angegebene Sicherungsquelle. Zum Beispiel das Erstellen eines Sicherungsauftrags mit der Quelle g:\x und die Angabe einer SBC-Option -f C:/sesam/backup_file_list.txt sichert nur die Daten aus der backup_file_list.txt und ignoriert dabei das Verzeichnis g:\x, die als Sicherungsquelle angegeben wurde.
  • Unter Unix/Linux werden sowohl die Quelle als auch die Daten aus backup_file_list.txt für die Sicherung berücksichtigt. Es wird daher empfohlen, die angegebene <list_source>-Datei als Quelle im Feld Source anzugeben (die in den Sicherungssatz aufgenommen werden soll, z.B. etc/sesam/backup_file_list.txt) und im Feld Sicherungsoptionen nochmals mit einem -f-Schalter einzugeben: -f etc/sesam/backup_file_list.txt.

Siehe auch Backup Quelle und Exclude aus Datei verwenden unter Linux.

-F (format)

Das Datenstromformat (gültig für Sicherungs- und Rücksicherungsvorgänge) kann sein: Standard mtf für Windows SBC, Standard cpio für UNIX SBC oder sidf oder none für Novell sbc_smdr.

-F <data_format>

-i (info)

Wenn angegeben, werden die beschreibenden Zusatzinformationen für den angegebenen Sicherungssatz bei der Sicherung zusammen mit den Daten gespeichert. Nur für die Sicherung relevant, wird bei der Rücksicherung nicht berücksichtigt.

-i <saveset_info>

-j (job)

Gibt den Namen des Sicherungsauftrags an.

 -j <job_name>

-l (level)

Gibt die Sicherungs- oder Rücksicherungsmethode an.

-l <level>

Für die Sicherung sind folgende Sicherungsmethoden verfügbar: FULL, DIFF, INCR und COPY.

 "c[opy]" | "f[ull]" | "i[ncr]" | "d[iff]"

Für die Rücksicherung sind die verfügbaren Rücksicherungsarten komplette (vollständige) Rücksicherung, selektive Rücksicherung oder Liste. Der Parameter "l[ist]" listet nur die Namen der eingehenden Elemente in der Protokolldatei auf.

"f[ull]" | "s[elecive]" | "l[ist]"

-n (number)

Optional kann diese Zahl für die Rücksicherung mit den optionalen Argumenten <Offset> und <Größe> verwendet werden, um eine Rücksicherung am angegebenen Offset zu starten und bei Erreichen der angegebenen Größe (Größe der rückgesicherten Daten) zu beenden.

-n <segment_number> | -n <segment_number>[:<offset>:<size>]

-o (options)

Legt zusätzliche Optionen für die Sicherung und Rücksicherung fest. Sie können SBC-Optionen in den Eigenschaften des Sicherungsauftrags festlegen: Klicken Sie auf den Reiter Optionen und geben Sie unter Zusätzliche Aufrufargumente (Expertenoptionen) im Feld Sicherungsoptionen die erforderlichen Optionen an. Die verfügbaren SBC-Optionen hängen von der ausgewählten Operation, dem Sicherungstyp, dem Betriebssystem und der Plattform ab.

SBC Windows:

{options}: comma separated list of
   compress                         # with compression
   exclude_match=pattern|regexp     # exclude matching, default: pattern
   encrypt={encrypted_passwd}       # en/decrypt with encrypted passwd
   encrypt_plain={passwd}           # en/decrypt with passwd
   locale={locale like bgr_BGR}     # set locale for backup/restore_sources
   skip_acl                         # process only data (no ACL)
   skip_adat                        # skip alternate data streams
   skip_data                        # process only ACL
   skip_shortname                   # skip short names (8.3 file names)
   skip_reparse                     # skip reparse point streams
   chksum=<1|0>                     # calculate checksum
only for backup:
   add_archive_ready                # add files with archive bit
   clear_archive                    # clear archive bit after backup
   [no_]hardlink_data_single        # handling of hardlink's data
   [no_]sparse                      # handling of sparse file data
   excl                             # exclude folders with 'nosbc' (default)
   noexcl                           # ignore 'nosbc'
   follow                           # follow reparse points
   ignore_vss_access_denied         # item not accessible: end with warnings
   use_change_journal               # use NTFS journal on diff, inc backup
   no_use_change_journal            # DONT use NTFS journal on diff, inc backup
   force_enable_journal             # if NTFS journal disabled on volume - enable it and use next time
   skip_sbc_exclude                 # skip sm.ini [SBC_EXCLUDE] ExcludePattern#
   verify                           # verify data after backup
   bs=<1|size>                      # set cUrl upload buffer size (1 - set maximum size if supported)
only for restore:
   break_on_error                   # abort after 1st error
   next                             # start from subsequent media
   overwrite                        # overwrite if file exists
   over=new, over=old               # overwrites newer/older files
   plain                            # restore plain in target dir
   tree                             # restore with subdirectories
   rename                           # rename if file exists
   show_not_processed               # log not processed item in level -v 0


SBC Linux/UNIX:

{options}: comma separated list of
                    compress, encrypt[_plain]=[{aes}|{bf}]<passwd>
                    noacl                 # process without ACL (Trustees)
only for backup:    
                    verify                # verify data after backup
                    plain                 # do not descend into subdirectories
                    hard=defer            # defer hardlinks
                    hard=sort             # expect i-node sorted input
                    ignore_finderr        # ignore errors from sbc_find
                    chksum=<1|0>          # calculate checksum
                    bs=<1|size>           # set cUrl upload buffer size (1 - set maximum size if supported)
                    sparse[=origin|no]    # origin: (default) store sparse file property
                                          # no: ignore sparse file property
only for restore:   
                    rename, overwrite     # rename/overwrite if file exists
                    over=new, over=old    # overwrites newer/older files
                    plain, tree           # restore plain/tree in target dir
                    sparse[=origin|zero|no] # origin: (default) restore sparse file by creating null byte sparse areas (>=512)
                                            # zero: restore all null byte ranges (>=512) as sparse
                                            # no: restore as non-sparse even if the original file was sparse
                    next                  # start from subsequent tape

Die folgende Liste enthält einige der am häufigsten verwendeten Optionen. Beachten Sie, dass einige der Optionen plattform-/OS-abhängig sein können und daher nicht auf allen Clients verfügbar sind.

 -o <acl|noacl>

Gibt an, ob die ACLs gesichert und rückgesichert werden sollen.

-o over | -o over=newer|older

Legt fest, dass vorhandene Dateien bei der Rücksicherung überschrieben werden. Dieser Befehl kann mit zusätzlichen Argumenten festlegen, dass bereits vorhandene Dateien überschrieben werden, wenn die Dateien aus dem Sicherungssatz älter ODER neuer sind als die Dateien auf der Festplatte. Siehe auch Restore from tape via SBC without a valid SEP sesam database.

-o skip_adat

Gibt an, ADS von der Sicherung oder Rücksicherung auszuschließen. Für Details, siehe Support for NTFS alternate data streams (ADS) for Windows.

-P (process)

Gibt eine Prozess-ID-Nummer für den Befehl kill an. Wenn diese Option angegeben wird, wird ein Prozess mit der angegebenen PID beendet.

-p <PID>

-R (restore target)

Legt das Rücksicherungszielverzeichnis beim Rücksichern an einem neuen Ort fest (Relocation)

 -R <restore_target>

-s (saveset)

Gibt den verwendeten Sicherungssatz für die Sicherung (mit dem Befehl -b), die Rücksicherung (mit dem Befehl -r) oder für das Beenden des Vorgangs mit dem Namen des angegebenen Sicherungssatzes durch den Kill-Vorgang (mit dem Befehl -k) an.

 -s <saveset_name>

-S (storage host)

Gibt den SEP sesam Storage Host an (SEP sesam Server oder RDS). Siehe auch -C.

-S <storage_node>

-t (tape)

Gibt das Band an, das für die jeweilige Operation auf dem entfernten SEP sesam Speicherknoten verwendet werden soll. Es wird benötigt, wenn der SESAM-Medienserver beteiligt ist. Siehe auch -d.

-t <tape_spec>

-T (time)

Gibt die Zeit an: Bei Verwendung dieser Option werden nur Dateien verarbeitet, die nach der angegebenen Zeit erstellt oder geändert wurden. Das Zeitformat ist "YYYYMMDDHHMMSS". Die Option -T hat eine höhere Priorität als die Option "-l <Level>", daher wird der Sicherungstyp COPY-Level auf alle Dateien angewendet, die dem angegebenen Zeitpunkt entsprechen.
Wenn er mit Kill-Funktionalität angegeben wird, wird er als Timeout in Sekunden verwendet.

-T <time>

-x (exclude regex)

Gibt reguläre Ausdrücke als Ausschluss für die Sicherung an. Für Details, siehe Ausschluss mit regulären Ausdrücken.

 -x <exclude_regexp> 

-X (exclude list)

Gibt die Liste der Elemente an, die von der Sicherung ausgeschlossen werden sollen.

-X <exclude_list>

Typischerweise wird diese Option verwendet, wenn die Anzahl der Dateien oder Verzeichnisse, die für die Sicherung ausgeschlossen werden sollen, die zulässige Länge für die Ausschlussliste (max. 1024 Zeichen) überschreitet. Es wird empfohlen, eine separate Datei mit der Liste der regulären Ausdrücke zu erstellen - einen Eintrag pro Zeile. Beachten Sie, dass Wildcards nicht unterstützt werden. Die Option -X erfordert den voll qualifizierten Namen der Ausschlussliste oder des Verzeichnisses, z. B. C:/sesam/exclude_list.txt. Unter Linux muss jeder Ausschluss mit einem führenden \. angegeben werden, zum Beispiel:
\./tmp/$
\./dev/null$

Um die Ausschlussdatei in den Eigenschaften des Sicherungsauftrags einzutragen, erstellen oder öffnen Sie den Sicherungsauftrag, wählen Sie den Reiter Optionen und geben Sie unter Zusätzliche Aufrufargumente im Feld Sicherungsoptionen die angegebene Datei in der Form: -X C:/sesam/exclude_list.txt an. Details und weitere Ausschlussmethoden finden Sie unter Erstellen einer Ausschlussliste. Siehe auch Wie kann man den SBC so einstellen, dass er die Excludeliste immer mit Filepattern (?,*) statt mit regulären Ausdrücken abarbeitet?


Siehe auch

SEP sesam CLISEP sesam GUIErweiterte Sicherungs- und Rücksicherungsoptionen

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