Sesam Client für NetWare
From SEPsesam
Beschreibung
Der SEPsesam Klient SBC_SMDR ist ein Novell Storage Management Data Requester (SMDR) der die Sicherung von Novell Open Enterprise Server (OES) auf NetWare und Linux ermöglicht. Die Sicherung wird dabei von einem Linux Server gestartet, der über die Storage Management Services (SMS) Architektur auf die von Novell bereitgestellten Target Service Agents (TSA) zugreift.
Die unterschiedlichen SMS Target Service Agenten (TSAs) ermöglichen den Zugriff auf Daten des eDirectory, iFolder, GroupWise oder des NSS (Novell Storage Services) File Systems. Die SMS Architektur erlaubt das Ansprechen von Cluster Resourcen mit Unterstützung der Failover und Failback Funktionalität.
Zusätzliche Informationen über das Sicherungsprinzip des SEP sesam in einem Novell OES Umfeld findet man unter Sicherungsprinzip mit SEP sesam in einer Novell OES Umgebung. Weitere technische Details und Konfigurationseinstellungen kann man der Novell Dokumentation entnehmen (siehe Weitere Links/Literatur am Ende des Dokuments).
Voraussetzungen
SEPsesam Server
- Sesam Server Version 3.4 oder höher.
OES Linux Klient
Betriebssystem
- Open Enterprise Server 1 Linux SP1
- Open Enterprise server 2 Linux
- SuSE Linux 9.1 oder höher
- SuSE Enterprise Server 9/10
- RedHat Enterprise Server 4/5
SMS Architektur
Zur Verwendung der Novell SMS Architektur muss das Packet novell-sms-1.1.4-12.i586.rpm (oder höher) installiert sein.
OES Netware Klient
Für OES Netware gibt es keinen nativen Sesam Klienten. Es muss dazu ein Sesam Klienten unter Linux existieren, der die Aufgabe des DataMover übernimmt. Informationen dazu findet man unter Sicherungsprinzip mit SEP sesam in einer Novell OES Umgebung
| Data Mover OES2 Linux |
|
Als DataMover sollte ein OES2 Linux System verwendet werden.
|
TSA Konfiguration
Konfiguration der TSA auf einem OES Linux Klienten
Start des SMDRD Dämons
Normalerweise wird der SMS im Run Level 3 und 5 gestartet. SMS kann manuell gestartet und gestoppt werden:
/etc/init.d/novell-smdrd start/stop
Start der TSA Services
Für die Bereitstellung und Konfiguration der TSA Services dient das Programm /opt/novell/sms/bin/smsconfig
Der TSAFS kann z.B. mit folgenden Kommandos geladen
smsconfig -l tsafs
bzw. entladen
smsconfig -u tsafs
werden.
Für die einzelnen Sicherungstypen notwendige TSAs:
- File System Sicherung: tsafs
- GroupWise System: tsafsgw
- Novell eDirectory: tsands nicht auf OES1 verfügbar (siehe "4. Sicherung OES1 Novell Directory auf Linux")
- Novell iFolder: tsaif nicht auf NetWare Servern verfügbar
Um den TSA Start für smsconfig zu automatisieren, gibt es die Datei
/etc/opt/novell/sms/smdrd.conf
Beispiele für smdrd.conf Einträge:
autoload: tsafs --EnableGW autoload: tsafsgw --home /media/nss/GRPWISE/gw --home /media/nss/GRPWISE/gwpo
Oder auch:
autoload: tsafs --tsamode=linux --cluster
GroupWise TSA
Mit
smsconfig -l tsafs --EnableGW
werden bei einer File System Sicherung vorhandene GroupWise Dateien konsistent gesichert.
Für eine GroupWise Objekt Sicherung ist
smsconfig -l tsafsgw --home {gw_path} --home {gwpo_path}
notwendig.
Beispiel für GroupWise TSA
/opt/novell/sms/bin/smsconfig -u tsafsgw /opt/novell/sms/bin/smsconfig -l tsafsgw --home /media/nss/GRPWISE/gw --home /media/nss/GRPWISE/gwpo
Der GroupWise TSA ist nicht Clusterfähig, auch wenn der Parameter --cluster dafür existiert. Somit muss bei einem Clusterbetrieb der tsafs übernehmen:
/opt/novell/sms/bin/smsconfig -l tsafs --EnableGW --cluster
Näheres zur Cluster-Verwendung ist unter http://wiki.sepsoftware.com/wiki/index.php/Sesam_Client_für_NetWare#Sicherung_von_Clustern zu entnehmen.
NSS Volume Sicherung
Der TSAFS für OES Linux unterstützt NSS Partitionen. Per Default werden diese Partitionen wie normale Linux File Systeme behandelt; die spezifischen Daten werden mitgesichert. Im Falle eines 'Mixed Clusters', also eines Clusters der sowohl OES NetWare Server als auch OES Linux Server enthält ist für die Bereitstellung des NSS Volumes der NetWare Emulation Mode auf OES Linux zu wählen um Pfad Namen Konflikte zu vermeiden. Ein Backup einer solchen NSS Partition ist so implementiert, dass die Sicherung im Falle eines Serverausfalls automatisch auf dem verfügbaren Clusterrechner fortgesetzt wird.
Die Modi werden gesetzt mit: Setzen des TSA Modes zu Linux, dem Default Wert:
smsconfig -l tsafs --tsaMode=linux
Setzen des TSA Modes zu NetWare:
smsconfig -l tsafs --tsaMode=netware
Setzen des TSA Modes zu Dual für die Bereitstellung als Linux und als NetWare File System:
smsconfig -l tsafs --tsaMode=dual
Installation oder Update des SEPsesam Klienten
Aktuellen SEPsesam Klienten unter http://download.sep.de/netware/OES-Linux/ auf den Klienten kopieren und mit
rpm -Uvh sesam-novell-client-3.4.1-79.SuSE.i586.rpm
installieren oder updaten.
Konfiguration der TSA auf einem OES NetWare Klienten
| ACHTUNG: |
|
Zur Sicherung von OES NetWare ist ein Linux Rechner mit SMS Architektur erforderlich. Wird ein Sesam Server auf Linux genutzt, so kann dieser zugleich zur Nutzung der SMS Architektur verwendet werden. Andernfalls muss ein geeigneter Sesam Linux Klient verwendet werden. |
SMS Architektur
Die SMS Komponenten sind in der OES NetWare Standard Installation enthalten.
Start des SMDR
Standardmäßig werden die SMS Services SMDR, TSAFS/TSA500 und TSANDS mit dem autoexec.ncf Skript geladen. Alternativ können sie mit SMSStart.ncf geladen werden. Manuell können SMS Services auf der Server Console mit SMSStart.ncf oder direktem Aufruf der notwendigen NLM geladen werden, z.B.
> SMSSTART
oder
> load TSANDS.NLM
Start der TSA Services
Auf dem Netware Server ist keine zusätzliche Software zu installieren. Es müssen nur die gewünschten TSA Services, z.B. TSAFS.NLM gestartet werden.
Für NetWare 6.5 sind folgende Services erforderlich:
- File System Sicherung: TSAFS.NLM
- GroupWise System: TSAFSGW.NLM
- Novell eDirectory: TSANDS.NLM
HINWEIS Restart TSAs:
Das Laden der TSA NLM sollte mit in die SMSSTART bzw. Autostart Skripte übernommen werden!
HINWEIS GroupWise Backup: In der aktuellen TSAFS Version kann GroupWise mit Hilfe von
TSAFS /EnableGW
aktiviert werden. Allerdings wird damit keine GroupWise Object Sicherung ermöglicht sondern die GroupWise Dateien werden bei einer File System Sicherung konsistent mitgesichert.
HINWEIS TSA Versionen: Novell empfiehlt unbedingt den Einsatz der aktuellen TSA Versionen! z.B. unter http://support.novell.com/filefinder/ mit Suchwort: TSA
Sicherung offener Dateien
Um offene Dateien zu sichern muss auf NetWare CopyOnWrite aktiviert werden.
In der Novell Dokumentation steht hierzu:
Open Files Backup
TSAFS.NLM supports backup of open files on Novell Storage Services (NSS) volumes if the CopyOnWrite feature is enabled.
To enable CopyOnWrite on a single NSS volume, do the following:
1. At the server console, enter
nss /FileCopyOnWrite=volume_name
2. Dismount and remount the volume.
1. To dismount the volume, enter
dismount volume_name
2. To remount the volume, enter
mount volume_name
To enable the feature on all NSS volumes, enter
nss /FileCopyOnWrite=all
Konfiguration
Die weitere Konfiguration wird über die Sesam GUI durchgeführt
- Neuaufnahme des Novell OES NetWare/Linux Rechners. Dabei ist als Platform 'NetWare' bzw. 'UNIX' auszuwählen (je nach Serverart). Im Falle 'UNIX' ist 'Linux' bzw. 'OES-Linux' als Betriebssytem zu wählen.
- In den Eigenschaften des Klienten muss im Register 'Novell SMS' (für OS=Linux) bzw. 'NetWare Access' (für OS=NetWare) ein NetWare Backup Benutzer und das dazugehörige Passwort eingegeben werden. Das Passwort wird vom SBC_SMDR verwendet um sich am Novell Server anzumelden. Es wird verschlüsselt in der Datenbank gespeichert. Als Datamover ist ein Rechner einzutragen, der das sesam-novell-client Paket installiert hat.
- Aufträge. Für die Sicherung stehen drei Typen zur Verfügung, wobei zu beachten ist, dass am OES Server die benötigten TSA Services aktiviert sein müssen. Die Sicherungstypen dienen zur Auswahl der TSA Services.
Die Auswahl wird durch 3 Komponenten bestimmt:
- SMDR Server
- i. allg. dem Rechnernamen
- Target Service Agenten
- z.B. '{Rechnername}.NetWare File System'
- Target Service
- z.B. erneut der Rechnername oder ein spezieller Bezeichner.
Für NDS eDirectory und GroupWise können die Target Services auch in der Quelle mit angegeben werden. Als Trennzeichen dient dann ein '@' Zeichen. Wird der Target Service nicht explizit angegeben wird automatisch der erste Target Service verwendet. Die Angabe ist also nur im Falle mehrerer Target Services notwendig.
Beispiel:
TS.GroupWise System@2[SEP]SEPDMUG:
Folgende Sicherungstypen stehen zur Auswahl:
NetWare bzw. 'NSS File System'
Der Typ 'NetWare' (bzw. ab SEP Sesam Version 3.8 'NSS File System') dient zur Sicherung der NSS File System Daten. Die Quellangabe richtet sich nach dem TSA Modus. Im Falle des NetWare File Systems wird das Volume und ggf. das Verzeichnis angegeben. Die Backupquelle kann z.B. folgendermaßen aussehen:
| NetWare server | Komplette Sicherung des NSS File Systems des NetWare Servers |
| SYS: | Komplette Filesicherung des SYS Volumes |
| SYS:SYSTEM/ | Sicherung des Unterverzeichnisses SYSTEM auf dem SYS Volume |
Im Falle des Linux File Systems wird der gewünschte Pfad in UNIX Notation z.B. /usr eingegeben.
Im Falle eines NetWare Klienten wird als Target Service Agent '{Rechnername}.NetWare File System', im Falle eines Linux Klienten '{Rechnername}.Linux File System' verwendet.
eDirectory
Der TSANDS steht nur für OES NetWare, Microsoft Windows und ab OES2 Linux zur Verfügung. Ein Linux System mit SMS Architektur ist zur Sicherung des NDS nötig. Der Type 'eDirectory' dient zur Sicherung des Novell NDS eDirectory auf OES NetWare, Microsoft Windows und OES2 Linux. Als Quelle ist der NDS Bezeichner (Tree), z.B. NDS1, anzugeben. Die Quelle 'Full Directory Backup' sichert das komplette eDirectory.
OES1 Linux Novell Directory
Auf OES1 Linux steht kein TSANDS zur Verfügung. Zur Sicherung wird statt dessen das Programm 'ndsbackup' verwendet. Die Konfiguration wird im Punkt "4. Sicherung OES1 Novell Directory auf Linux"
Novell iFolder
Um den Novell iFolder sichern zu können, muss der TSAIF geladen sein.
Eine mögliche Sicherungsquelle für den iFolder ist z.B.
/admin.78317a6c-1927-4f30-b28c-30b5d89c7fdc
wobei in diesem Fall /admin.78317a6c-1927-4f30-b28c-30b5d89c7fdc als Einstiegsordner des iFolders gilt.
Zur Rücksicherung können die gewünschten Dateien im Restore-Wizard ausgewählt und wiederhergestellt werden.
GroupWise
Für die Sicherung von GroupWise Systemen muss als Quelle der GroupWise Resourcen Bezeichner angegeben werden. Für die Sicherung des kompletten Systems dient:
GroupWise Mail Server (diese Quelle gilt nur für den tsafsgw)
Bei Verwendung des tsafs mit --enableGW muss der Volumename angegeben werden.
Im Falle einer Rücksicherung können Pfade oder Resourcen verwendet werden. Resourcen können auch mit Pfaden ergänzt werden, z.B. "1[DOM]:/restoreDOM". Im Falle einer Resource werden die Daten unter dem der Resource entsprechendem Verzeichnis abgelegt.
Zur Rücksicherung von gelöschten Mailbox Items muss eine 'Restore Area' erstellt werden, siehe http://www.novell.com/documentation/gw65/index.html?page=/documentation/gw65/gw65_admin/data/abcggai.html
| Achtung: |
|
Ein "Browsen" des Dateisystems ist im GUI ab Version V3.0 Build 2 R 1.242 möglich. Die Quelle ist für ältere Versionen manuell einzugeben. Die Quellen für den Sicherungstypen 'eDirectory' für OES Linux sind weiterhin manuell einzugeben. |
Zur Bestimmung der Quellen wird auf einem Linux Klienten mit SMS Architektur das sbc_smdr Modul verwendet.
Für die Aufrufe dient der Schalter -D (display) mit sukzessiver Angabe der NetWare Quellen.
Zur Bestimmung aller verfügbaren SMDRs kann der Sicherungsaufruf mit
sbc_smdr -b -s test.save -S localhost -v 3
verwendet werden.
Zur Verwendung der Resourcen als Sicherungsquelle sind die umschliessenden Klammern zu entfernen.
SBC_SMDR Optionen
Das Sesam Sicherungsprogramm sbc_smdr ermöglicht es über spezielle Optionen das Sicherungs- oder Rücksicherungs-Verhalten zu beeinflussen.
Die Optionen können der sbc_smdr Hilfe-Ausgabe entnommen werden.
oes642fix:~ # /opt/sesam/bin/sesam/sbc_smdr
2009-08-02 12:33:47: sbc-3036: Info: # @(#)SESAM BACKUP CLIENT FOR NETWARE FILE SYSTEMS,
VERSION: 2.0A4 Build: 1.433 20090804 13:34:23 Linux i686 postfix #
2009-08-02 12:33:47: sbc-3000: Info:
usage:
sbc -b|r|D|h [-a <DB_options>][-C <control_host>] [-d <device>]
[-f <list_source>] [-F <data_format>] [-i <saveset_info>]
[-j <job_name>] [-l <level>] [-L <control_target>]
[-n <segment_number>] [-o {options}]
[-N "<SMDR>:<TSA>:<TS>:<User>:<Pass>:0|1"
[-O <STOR/RETR_direct>] [-P <PID>] [-R <restore_target>]
[-s <saveset_spec>] [-S <storage_node>] [-t <tape_spec>]
[-T <since_time>] [-x <exclude_regexp>] [-X <exclude_list>]
[-v <level>]
# backup # [<backup_source1>[ <backup_source2> <backup_sourceN>]] |
# restore # [<restore_source1>[ <restore_source2> <restore_sourceN>]] |
# Display # [<backup_source1>]
# help #
{options}: comma separated list of
only for backup: uncompress # expand compressed data
### open modes:
OPEN_READ_DENY_WRITE # deny write
USE_LOCK_MODE_IF_DW_FAILS # lock if deny write failed
NO_LOCK_NO_PROTECTION # no lock and not protection
OPEN_READ_ONLY # dirty read
### TSA specific open modes:
PRESERVE_ACCESS_TIME # allow HSM solutions
only for restore: rename, overwrite # rename/overwrite if file exists
plain, tree # restore plain/tree in target dir
next # start from subsequent tape
skip_data # process only ACL (Trustees)
noacl # process without ACL (Trustees)
Die Bedeutungen der speziellen 'Open Modes' und 'TSA spezifischen Open Modes' können der Novell SMS Dokumentation entnommen werden:
http://developer.novell.com/documentation//smscomp/index.html - Kapitel "Target Services Generic Open Mode Values"
Sicherung OES1 Novell Directory auf Linux
Für Novell OES1 Linux ist kein TSA für die Sicherung des eDirectory verfügbar. SEP sesam bietet dafür den besonderen Backup Typen OES Novell Directory an. Dabei wird das Programm sbc_nds und Novells ndsbackup für die Sicherung verwendet.
- OES2
- Ab OES2 Linux steht ein TSANDS zur Verfügung, die Sicherung erfolgt mit dem Backup Typen eDirectory!
Voraussetzung
- sesam-novell-client >= 3.0.1.15
Konfiguration
- Klient konfiguriert mit User und Passwort
- Falls nicht bereits vorhanden, einen Backup User mit Passwort für eDirectory Backup im Novell iManager definieren.
- Erstellen einens Sicherungsauftrags mit Type OES Novell Directory
- Die Quelle ist der Bezeichner des eDirectory Baums bzw. Teilbaums.
Mithilfe der ndsbackup scan Funktion können die Bezeichner am OES Linux System mit
ndsbackup s
aufgelistet werden.
- Unter Sicherungsoption und Rücksicherungsoption muss
-f @@sbc_nds -F none -a user={user},pass={passwort}
eingetragen werden.
Pfad für ndsbackup ab eDirectory 8.8.1
Seit eDirectory Version 8.8.1 liegt ndsbackup nicht mehr unter /usr/bin sondern unter /opt/novell/eDirectory/bin/ndsbackup
Damit SEPsesam ndsbackup ausführen kann ist ein Link in das bin Verzeichnis des SEPsesam notwendig.
Bei einer Standardinstallation wird der Link mit folgendem Kommando angelegt:
ln -sf /opt/novell/eDirectory/bin/ndsbackup /opt/sesam/bin/sesam
Rücksicherung bei Einsatz eines OES1-Linux
Eine selektive Rücksicherung ist nicht möglich, aber mit Hilfe der Filter Option können Teilbäume ausgewählt werden. Dazu wird im Restore Wizard unter "Expertenoptionen" unter 'Filter' der Teilbaum angegeben.
- Das Ziel '/' restauriert die Daten in den Originalbaum.
- Mit 'Filter' in den 'Expertenoptionen' kann die Rücksicherung auf einen Teilbaum oder ein einzelnes Objekt beschränkt werden.
Beispiel: Rücksicherung des Benutzers sesam der Domäne sep
Der Bezeichner für das Objekt kann dem Sicherungsprotokoll entnommen werden.
Sicherungsprotokoll eDirectory OESNIX1:
2007-05-16 20:55:26: sbc-3036: Info: # @(#)SESAM BACKUP CLIENT FOR UNIX FILE SYSTEMS, VERSION: 1.8R2 Build: 1.149 ... 2007-05-16 20:55:26: sbc-3063: Info: -------------------- Operation Parameters -------------------- 2007-05-16 20:55:26: sbc-3100: Info: Program PID: 30213 2007-05-16 20:55:26: sbc-3030: Info: Operation: BACKUP, Level: COPY 2007-05-16 20:55:26: sbc-3031: Info: Storage Host: miraculix.sep.de:11001,0-0:: 2007-05-16 20:55:26: sbc-3032: Info: Control Host: miraculix:11001:: 2007-05-16 20:55:26: sbc-3033: Info: Device: SMS:disk4:SHARE:0 2007-05-16 20:55:26: sbc-3207: Info: sbc: Found libacl.so -> implicitly switching to acl mode. 2007-05-16 20:55:26: sbc-3034: Info: Saveset Target: SC20070516090544:job=oesnix1_nds,nod=oesnix1,cmd=sbc,src=OESNIX1,... 2007-05-16 20:55:26: sbc-3064: Info: --------------------- Operation Messages --------------------- 2007-05-16 20:55:26: sbc-3002: Info: Building file list from: [sbc_nds /opt/sesam/bin/sesam/sbc -b -C miraculix:11001 -S ... 2007-05-16 20:55:26: sbc-3003: Info: Opening saveset: SC20070516090544 2007-05-16 20:55:27: sbc-3104: Info: Saveset info: [SEGMENT=2] 2007-05-16 20:55:27: sbc-3004: Info: Begin writing to saveset... 2007-05-16 20:55:27: sbc-3074: Info: Backup start time [20070516205527] a .T=OESNIX1. a .O=sep. a .CN=admingroup.O=sep. a .CN=admingrp.O=sep. a .CN=novlxtier.O=sep. a .CN=www.O=sep. a .CN=admin.O=sep. a .CN=eGuidePublicUser_9392.O=sep. a .CN=novlwww.O=sep. a .CN=novlxregd.O=sep. a .CN=novlxsrvd.O=sep. a .CN=oesnix1admin.O=sep. a .CN=sesam.O=sep. a .CN=wwwrun.O=sep. a .CN=oesnix1_NSS.O=sep. a .CN=oesnix1_SYS.O=sep. a .CN=oesnix1.O=sep. a .CN=oesnix1-PS.O=sep. a .CN=LDAP Server - oesnix1.O=sep. a .CN=LDAP Group - oesnix1.O=sep. a .CN=Http Server - oesnix1.O=sep. a .CN=SAS Service - oesnix1.O=sep. a .CN=SSL CertificateDNS - oesnix1.O=sep. a .CN=SSL CertificateIP - oesnix1.O=sep. a .CN=SNMP Group - oesnix1.O=sep. a .CN=UNIX Workstation - oesnix1.O=sep. a .CN=UNIX Config.O=sep. a .sambaDomainName=OESNIX1-W.O=sep. a .sambaDomainName=OESNIX2-W.O=sep. a .CN=oesnix1_NSS_POOL_POOL.O=sep. a .CN=oes1dom.O=sep. a .CN=MTA.CN=oes1dom.O=sep. a .CN=post.O=sep. a .CN=POA.CN=post.O=sep. a .CN=test.O=sep. a .CN=post Bibliothek.O=sep. a .CN=Security. a .CN=KAP.CN=Security. a .CN=W0.CN=KAP.CN=Security. a .CN=OESNIX1 CA.CN=Security. a .CN=Authorized Login Methods.CN=Security. a .CN=NDS.CN=Authorized Login Methods.CN=Security. a .CN=Challenge Response.CN=Authorized Login Methods.CN=Security. a .CN=Authorized Post Login Methods.CN=Security. a .CN=Login Policy.CN=Security. a .CN=Security Policy.CN=Security. a .CN=Password Policies.CN=Security. ...
Für die Rücksicherung des Users sesam der Domäne sep wird dann im RestoreWizard in den Expertenoptionen im Tab Filter
.CN=sesam.O=sep.
angegeben.
Rücksicherung bei Einsatz eines OES2-Linux
Bei einem OES2-Backup des eDirectory kann im RestoreWizard ein Objekt ausgewählt und restauriert werden.
Sicherung von Clustern
Zur Sicherung von Clustern muss der Service smdr.novell im SLP (Service Locator Protocol) registriert sein. Häufig kommt es hier zu Problemen.
Im Folgenden wird eine mögliche Fehleranalyse im Falle eines OES Linux Clusters beschrieben. Die Beschreibung gilt auch für NetWare Cluster - dann sind die Befehle allerdings anzupassen oder in einer Linux Shell emulierenden Umgebung auszuführen.
In diesem Beispiel existieren die 2 Nodes lnode1 (172.16.1.202) sowie lnode2 (172.16.1.203) und die Ressource DATENPOOL_SERVER (172.16.1.207).
Kontrolle mittels netstat
#> netstat -apn | grep 40193 tcp 0 0 172.16.1.203:40193 0.0.0.0:* LISTEN 7539/smdrd
#> netstat -apn | grep 40193 tcp 0 0 172.16.1.202:40193 0.0.0.0:* LISTEN 7539/smdrd
In diesem Fall ist die Clusterressource weder an lnode1 noch an lnode2 gebunden.
Für eine Cluster Sicherung muss sich der smdrd an der Cluster IP anmelden, dazu
ist eine SLP Registrierung für Service smdr.novell notwendig.
Überprüfung mit
#> slptool findsrvs smdr.novell service:smdr.novell://172.16.1.203:413/LNODE2,65535 service:smdr.novell://172.16.1.202:413/LNODE1,65535
Die Clusternodes sind zwar registriert, jedoch nicht die Ressource DATENPOOL_SERVER.
Wenn für eine Ressource mehrere IP's vergeben sind, muss die für den Cluster verantwortliche IP bekannt gemacht werden. Kontrolle in /etc/opt/novell/sms/smdrd.conf
Eintrag für IP des Cluster sollte vorhanden sein (hier für lnode2):
ip: 172.16.1.203
Nachträgliche SLP Registrierung mit (IP für Cluster)
#> slptool register service:smdr.novell://172.16.1.203:413/GEW01
Überprüfung mit
#> slptool findsrvs smdr.novell service:smdr.novell://172.16.1.203:413/LNODE2,65535 service:smdr.novell://172.16.1.207:413/CLUSTER_DATENPOOL_SERVER,65535 service:smdr.novell://172.16.1.202:413/LNODE1,65535
Die Ressource DATENPOOL_SERVER wird in diesem Fall als CLUSTER_DATENPOOL_SERVER im SLP angezeigt und ist so auch später in Sesam zu verwenden.
Nun kann CLUSTER_DATENPOOL_SERVER als Klient in Sesam aufgenommen werden. Im Falle einer NetWare-Cluster-Ressource ist es empfehlenswert, einen Rechner als Datamover zu verwenden, der nicht direkt mit dem Cluster zu tun hat, damit bei einem Clusterswitch (Failover/Failback) die Sicherung fortgesetzt werden kann.
Ein Browse der Ressource CLUSTER_DATENPOOL_SERVER wird in Sesam dann z.B. so angezeigt:
Mit der Quelle Full Pool werden beim 'NetWare Cluster File System' alle Volumes gesichert.
Rücksicherung einer OES-NetWare-Sicherung auf OES-Linux
| Hinweis |
|
Um eine Rücksicherung vom Typ OES-NetWare auf ein OES-Linux-System durchzuführen ist ein SEP-sesam-Server in Version 3.4.1.27 oder höher erforderlich! |
Standardmäßig werden im SEP-sesam-Rücksicherungsassistenten nach Auswahl des rückzusichernden Auftrages im Reiter "Start" nur "plattformgleiche" Rechner angeboten, d.h. es werden unter dem Punkt "Zielknoten" nur alle OES-NetWare-Rechner aufgeführt (keine Rechner anderer Plattform, wie z.B. Linux). Dazu gehört auch OES-Linux, welches auf einem Linux-Kernel basiert. Die Plattform wurde bei der Aufnahme des Klienten gewählt. Soll die Rücksicherung aber auf ein anderes Betriebssystem oder Dateisystem (hier OES-Linux) erfolgen, so muss dies erst durch einen Eintrag in der sesam-Datenbank sm_db aktiviert werden.
Sollten Sie das sesam-Profil noch nicht gesetzt haben, können Sie dies hier nachlesen. Nun kann die sm_db mit dem Shell-Befehl
sm_db "update task_types set flags='os_indep', protection='A' where backup_type='NetWare'"
erneuert werden.
Nun können unter dem Punkt "Zielknoten" innerhalb des Reiters "Start" andere, "plattformfremde" Rechner ausgewählt werden. Darunter auch ein OES-Linux-Rechner (in diesem Beispiel ist dies der Rechner "oesnix1").
Novell Teaming
Mit einem Sesam Klienten und dem Datenbank Online Module für MySQL werden die Backup und Restore Funktionen der Novell Teaming Collaboration Lösungen unterstützt. Wie das Backup dafür eingerichtet wird, zeigen die beiden Videos.
[| SEP sesam Teaming Backup Teil 1]
[| SEP sesam Teaming Backup Teil 2]
Troubleshooting
Siehe Troubleshooting Netware.
Weitere Links/Literatur
- Im Dokument "Storage Management Services Administration Guide" [1] wird die Konfiguration der Novell Storage Management Services beschrieben.
- Dokument:
- "GroupWise 7 Administration Guide" beschreibt den TSA für Groupwise
- "Novell eDirectory 8.7.3 Administration Guide" beschreibt den TSA für eDirectory
- und "Novell iFolder 3.x Administration Guide" bescheibt den TSA für iFolder


