Disaster Recovery für Linux

From SEPsesam

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Disaster Recovery mit einer SEP sesam Recovery CD

Contents

Unterstützte Systeme

  • SUSE Enterprise Server 8, 9 und 10(i386)
  • RedHat Enterprise Server 4 und 5 (i386)

Voraussetzungen

In der folgenden Beschreibung steht der Hostname recover für den Namen des Systems, das rückgesichert werden soll. Dieser ist vom Benutzer frei wählbar, z.B. können die Hostnamen des Originalsystems ausgewählt werden. Wichtig ist hier daran zu denken, dass Hostname und IP Adresse anständig aufgelöst werden, z.B. über die Verwendung von DNS.

  • Sesam Client Version >= 3.0.1.3
  • Ein vollständiges SEP sesam Backup des original Systems mit der Quelle all.
  • Ein erfolgreiches Backup mit der Quelle disk_info
  • [Die SEP Recovery CD] muss in der Lage sein die Systemhardware (Netzwerk und Hardware) richtig erkennen können. Dies sollte während dem Bootvorgang verifiziert werden.

Client Installation und Konfiguration

  1. Stellen Sie das CD-ROM-Laufwerk des neuen Systems als das erste Bootgerät ein um die Installation von der CD zu beginnen.
  2. Legen Sie die bootable Bare System Recovery CD von SEP in das CD-ROM Laufwerk des Computers, der wiederhergestellt werden soll ein.
    Das System bootet nun.

Während des Bootvorgangs werden Ihnen mehrere Fragen über Ihr Netzwerk gestellt.

1. Als Erstes werden Sie gefragt, ob DHCP aktiviert werden soll oder nicht. Wenn Sie sich nicht sicher sind ist die Standardauswahl - JA.

2. Ist DHCP nicht aktiv, muss in der nächsten Frage die IP-Adresse des wiederherzustellenden Computers eingegeben werden. In den Fragen drei bis fünf müssen Netmask, Broadcast und Gateway für den Computer eingegeben werden. Falls kein DNS verfügbar ist kann der Eintrag freigelassen werden. Allerdings müssen der Name und die IP-Adresse in die Datei file/etc/hosts für den Clienten und den Sesam Server eingegeben werden!

Achtung: Der SEP Sesam Backup Server und der wiederherstellbare Client müssen in der Lage sein die Adressen des Clienten und des Servers mittels DNS oder /etc/hosts aufzulösen.

3. Während der Konfiguration wird der sshd Dienst gestartet. Es ist möglich sich mittels ssh root@recoer und dem Passwort sesam am Ziel oder am wiederherzustellenden Computer einzuloggen.

4. Als nächstes wird nun der SEP sesam Client auf einer RAM Disk installiert. Dies kann ein paar Minuten dauern. Die Netzwerkkonfiguration sollte nun per ping und/oder nslookup Befehl verifiziert werden. Ändern Sie das System auf dem SEP sesam ist und geben Sie ping recover.

Die Konfiguration des Clienten ist nun abgeschlossen.

Restore der Disk Informationen

1. Erstellen Sie einen neuen Clienten mit dem Namen recover und der Plattform UNIX in der Sesam GUI für das Zielsystem. Wenn es ein Problem mit der Errichbarkeit gibt müssen Sie ein zusätzliches Interface eingeben. Falls notwendig kann dies erreicht werden indem man über die Attribute des Computers im Fenster Interface auf Komponenten/ Topologie/ <SEPsesam servername>/ zugreift. Dort geben Sie die relevanten Daten des zusätzlichen Gateways ein (verwenden Sie den vollständigen qualifizierten Domänen Namen) z.B. backupserver.domain.de.

2. Starten Sie den SEP sesam Rücksicherungsassistenten und wählen Sie den Auftrag des Clienten mit der Quelle disk_info für den Computer der wiederhergestellt wird.

3. Wählen Sie das gewünschte Saveset und aktivieren Sie die Option Komplette Rücksicherung des augewählten Auftrags.

4. Im nächsten Fenster auf der Seite Start:

  • Aktivieren Sie die Option disk_info disaster recovery.

Über den Button Expertenoptionen fügen Sie -RECOVER in das Optionen Feld und bestätigen Sie mit OK

  • Wenn es ein Problem mit der Annahme der Clientendaten gibt müssen Sie den FQDN (Fully Qualified Domain Name) in das Feld Interface eingeben.
  • Ändern Sie Zielknoten von <ursprünglicher Clientenname> auf recover
  • Im Feld Ausführungsoptionen:
    • ... wählen Sie Existierende Dateien überschreiben und...
    • ... aktivieren Sie Auto Recover nach Restore.
  • Für alle weiteren Optionen können Sie die Standardeinstellungen beibehalten.

Nach diesen Einträgen können Sie die Restoreprozedur aktivieren.

!!! Warnung!!!

Wenn Sie im Rücksicherungsassistenten auf Start klicken werden auf dem Recovery Computer sämtliche Daten gelöscht/überschrieben. Seien Sie sich sicher, dass der Recovery Client der richtige ist!

Nachdem die Rücksicherung beendet ist werden die Partitionen des Laufwerks wiederhergestellt. Weiterhin werden die Partitionen auf /mtn/disk/tt> gemountet. Die neuen Partitionen sollten durch Überprüfen der Restore-Protokolle oder direkt am Clienten verifiziert werden. Zu diesem Zeitpunkt können Sie Änderungen an den Partitionen vornehmen, falls Sie dies wünschen.


Information

Sir können die Partitionsinformationen manuell wiederherstellen. Sollte dies nicht möglich sein verwenden Sie die Expertenoption -a RECOVER. In diesem Fall wird die disk_info in das Dateisystem wiederhergestellt und die Rücksicherung der Partitionen muss mit dem folgenden Befehl gestartet werden:

/ramdisk/tmp/sesam/bin/sesam//sbc_disk_info_restore /tmp/disk_info/ AUTO

Wenn der Parameter AUTO verwendet wird, läuft die Rücksicherung der Partitionen automatisch. Ansonsten muss jeder Schritt betsätigt werden.

Restore ALL oder Complete Backup

1. Starten Sie den SEP sesam Rücksicherungsassistenten und wählen Sie Sicherungsauftrag des Clienten mit der Quelle all

2. Wählen Sie das gewünschte Saveset und aktivieren Sie die Option Rücksicherung des kompletten Sicherungssatz

3. Im nächsten Fenster (Reiter Start):

  • Ändern Sie Zielknoten von <Original Clientenname zu recover
  • Aktivieren Sie Neues Rücksicherungsziel udn geben Sie den folgenden Wert ein:<tt>/mnt/disk
  • Wählen Sie Existierende Daten überschreiben aus
  • Öffnen Sie den Experten Optionen Dialog indem Sie den button Experten Optionen anklicken. Geben Sie dort im leeren Optionen-Textfeld -abootmgr ein und bestätigen Sie mit OK.
  • Die weiteren Einstellungen können in den Standardeinstellungen belassen werden.
  • Starten Sie die Rücksicherung indem Sie de Button Start anklicken


Information

Sollten Sie eine Fehlermeldung wie diese bekommen:

sbc-1067: Error:    XBSA Call BSAGetObject failed with message: System detected error, operation aborted. 
gethostbyname() call failed or invalid IP for host: <mybackupserver>

dann gibt es ein Problem am Clienten bei der Datenannahme, da die Namensauflösung den FQDN (Fully Qualified Domain Name) des Sesam Servers benötigt. In diesem Fall müssen Sie die Schritte 1 bis 3 nocheinmal durchführen und den FQDN in das Feld Interface (z.B. meinbackupserver.sep.de) im Register Start im Rücksicherungsassistenten eingeben.

4. Warten Sie bis die Rücksicherungsprozedur erfolgreich beendet ist. Sie können sicher gehen, dass der Bootmanager korrekt installiert wurde, indem Sie das Rücksicherungsprotokoll überprüfen. Wenn es ein Problem gibt, sollte es am Clienten korrigiert werden bevor das System neu gestartet wird. Falls die Partitionen oder Mountpunkte abgeändert wurden können diese nun in der /mtn/disk/fstaby angepasst werden.

5. Folgen Sie der unten beschriebenen Prozedur um sicherzustellen, dass die notwendigen Betriebssystemdateien wiederhergestellt wurden:

  • Loggen Sie sich auf dem Clienten per ssh ein
  • Setzten Sie die root Privilegien mit sudo su -
  • Verwenden Sie chroot /mtn/disk um das rückgesichterte System zu aktivieren.


!!! Warnung!!!
  1. Wenn Sie beim all Backup des Clienten Verzeichnisse augeschlossen haben (z.B. /tmp), werden diese Verzeichnisse während der Rücksicherung nicht wiederhergestellt. Sie müssen dann manuell erstellt werden.
  2. Haben Sie eine Rücksicherung mit der Option -a bootmgr durchgeführt, wird der Bootmanager aus den disk_info Daten wiederhergestellt. Überprüfen Sie Rücksicherungsprotokolle gründlich ob grub-install erfolgreich war. Wenn nichtm können Sie den Bootmanager manuell setzen.

Beispiel:

chroot /mnt/disk
/sbin/grub-install /dev/sda


6. Wenn alles korrekt ist, verlassen Sie die Terminal Sitzung.

7. Abschließend entfernen Sie die RECOVER CDROM und starten Sie das System neu

8. Nun sollte das original System wieder laufen.


Troubleshooting


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